Plastic Logic kooperiert mit Merck
Neue Generation von Plastic Logics E-Book-Readern soll Videos darstellen
Merck und Plastic Logic wollen gemeinsam organische Halbleiter für die E-Paper-Displays des britisch-amerikanischen Unternehmens entwickeln. Die nächste Generation der E-Book-Reader von Plastic Logic soll zudem Videos darstellen können.
Das Darmstädter Chemieunternehmen Merck und der britisch-amerikanische E-Paper-Hersteller Plastic Logic wollen künftig im Bereich der organischen Elektronik zusammenarbeiten. Beide Unternehmen wollen gemeinsam organische Halbleiter für Platic Logics Bildschirme entwickeln. Die neuen Materialien sollen im kommenden Jahr marktreif sein.
Que mit organischen Transistoren
Plastic Logic hat bereits von Merck hergestellte organische Dünnschichttransistoren im E-Book-Reader Que verbaut. Das Gerät hatte Plastic Logic Anfang des Jahres auf der CES vorgestellt. Der E-Book-Reader, der in Kürze in den USA auf den Markt kommen soll, wird in der Plastic-Logic-Fabrik in Dresden gefertigt.
Das Que ist noch nicht auf dem Markt, da entwickelt Plastic Logic bereits an einer neuen Gerätegeneration. Diese werde auch Videos darstellen können, verriet Henning Sirringhaus dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review.
E-Book-Reader mit Video
Sirringhaus ist Chefentwickler und einer der Gründer von Plastic Logic. Gleichzeitig hat er einen Lehrstuhl an der Universität im britischen Cambridge inne. Im dortigen Labor haben er und sein Team Transistoren entwickelt, die schnell genug schalten, damit Videos auf dem E-Paper-Display abgespielt werden können. Das inzwischen im kalifornischen Mountain View ansässige Unternehmen ist ursprünglich eine Ausgründung der britischen Traditionsuniversität.
Das größte Problem, mit dem Wissenschaftler bei der Entwicklung elektronischer Bauteile aus organischen Materialien zu kämpfen haben, sei, dass das Verhalten der Moleküle, aus denen sie bestehen, noch nicht vollständig erforscht sei. Normalerweise erklärten die Materialwissenschaftler den Chemikern, wie sie Moleküle optimieren müssten, damit sich diese optimal in Schaltkreise einordnen. Derzeit sei es jedoch noch nicht möglich, organische Halbleiter genauso zu entwerfen, sagte Sirringhaus.
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