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Papier aus Peptiden

Forscher entwickeln großes zweidimensionales Material. Wissenschaftler der Berkeley Labs in den USA haben Eigenschaften von künstlichen Polymeren und Proteinen kombiniert. Dadurch konnten sie ein Nanomaterial bauen, das sich selbst organisiert und so groß ist, dass es mit bloßem Auge wahrgenommen werden kann.
/ Nico Ernst
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Die Berkeley Labs sind sowohl Teil des US-Energieministeriums sowie der renommierten Universität in Berkeley. Dort haben Wissenschaftler nun ein Material entwickelt, das sie "Papier" nennen. Gemeint ist dabei aber nicht vorrangig die Speicherung von Informationen, sondern die technische Anwendung eines dünnen Werkstoffs, der eine reguläre Molekularstruktur besitzt, ähnlich den Fasern eines Papiers aus Zellstoff.

Papier aus Peptiden im Elektronenmikroskop
Papier aus Peptiden im Elektronenmikroskop (00:35)

Die Forscher haben dazu den nach eigenen Angaben bisher größten Nanokristall gebaut, und zwar aus nicht näher bezeichneten Peptiden, die in Wasser stabil sind. Bei einer Dicke von nur zwei Moleküllagen werden solche Materialien auch als zweidimensional bezeichnet. Das Peptid-Papier soll einige Quadratmillimeter Fläche erreichen und damit für den Menschen noch sichtbar sein.

Laut den Berkeley Labs(öffnet im neuen Fenster) vereint das Material die Eigenschaften von künstlichen Polymeren, die sich spontan anordnen können und in beliebige Form bringen lassen – also beispielsweise für flexible Membranen – und Peptiden(öffnet im neuen Fenster). Diese Moleküle sind wesentlich belastbarer, was für biegsame Werkstoffe erforderlich ist. Zudem lassen sie sich aus natürlichen Stoffen leicht herstellen.

Das Forscherteam um Ki Tae Nam hat seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Nature Materials" veröffentlicht, die auch online einsehbar(öffnet im neuen Fenster) ist.


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