Nehalem-Nachfolger Sandy Bridge mit neuem Grafikkern (Upd)
Zum Auftakt des ersten IDF im Jahr 2010, das diesmal weitgehend ohne internationale Beteiligung stattfindet, gab David "Dadi" Perlmutter einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten der x86-Architektur. Perlmutter vertritt derzeit als Chef der "Intel Architecture Group" (IAG) deren eigentlichen Leiter Sean Maloney , der seit Anfang März 2010 wegen eines Schlaganfalls pausieren muss.

In seinem Vortrag ging der kommissarische IAG-Chef auch kurz auf die Architektur "Sandy Bridge" ein, die nach unbestätigten Informationen bereits Ende 2010 die Nehalem-Architektur beerben wird. Auf Nehalem basieren derzeit alle Prozessoren der Serien Core i3/5/7. Mit Sandy Bridge plant Intel erstmals wieder eine große Erweiterung des Befehlssatzes nach SSE, das mittlerweile in Version 4 angekommen ist.
Die neue Erweiterung namens " Advanced Vector Extensions(öffnet im neuen Fenster) " (AVX) verbreitert die Register für die SIMD-Einheiten, die Datentypen können dabei bis zu 1.024 Bit einnehmen – aber nur für Gleitkommaberechnungen. Integer-Vektoren können 256 oder 512 Bit umfassen. Die Erweiterung "AES-NI" für die Beschleunigung von Verschlüsselungen, die bereits in den neuen Dual-Cores Clarkdale und Arrandale sowie im Sechskerner Gulftown stecken, werden mit Sandy Bridge ebenfalls weiter genutzt.
Sandy Bridge: Grafikkern direkt am L3-Cache
Mit Sandy Bridge integriert Intel nach dem aktuellen Atom 'Pine View' erstmals auch für Desktop- und Notebookprozessoren die Grafikfunktionen direkt auf dem Die. Bei den Dual-Cores der Serien Core i3/5/7 (Clarkdale und Arrandale) sitzt für die Grafik ein eigenes Die im Chipgehäuse.
Dass Sandy Bridge, wie von PC Watch vermutet, gleich mit acht Kernen erscheint, bestätigte Perlmutter in seiner Keynote nicht. Er zeigte aber ein Bild des Dies, und zwar genau jenes, das schon seit einigen Monaten als sehr unscharfes JPEG durchs Web geistert – allerdings scharf und in höherer Auflösung. Darauf sind am oberen Rand vier Kerne zu erkennen. Die JPEG-Version dieses "Die-Shots" hatte PC Watch vor einigen Tagen für sein eigenes Blockdiagramm verwendet.
Zu einem Erscheinungstermin von Sandy Bridge oder den Produktnamen äußerte sich David Perlmutter nicht. Nach Informationen von Golem.de sollen die ersten Prozessoren kurz vor Ende des Jahres 2010 erscheinen. Das würde sich auch mit dem bisherigen Rhythmus der High-End-CPUs von Intel decken: Der erste Core i7 'Nehalem' kam im November 2008 auf den Markt, laut Intels Tick-Tock-Modell , das alle zwei Jahre eine neue Architektur vorsieht, wäre es Ende 2010 Zeit für Sandy Bridge. Die ersten Prozessoren im neuen Design soll Intel unbestätigten Angaben zufolge bereits Mitte 2009 gebaut haben, damals erschienen auch die ersten Die-Shots.
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