Welcher deutsche Freemailer hat den besten Spamfilter?

Fraunhofer-Institut testet Nutzerkonten über vier Wochen

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat in einem von Microsoft mitfinanzierten Test das Spamaufkommen bei kostenlosen Webmailkonten untersucht. Microsoft habe es nicht gefallen, dass Hotmail nicht auf den ersten Platz kam, so der Studienleiter.

Artikel veröffentlicht am ,
Welcher deutsche Freemailer hat den besten Spamfilter?

Die Fraunhofer-Forscher haben das Spamaufkommen bei den großen deutschen Freemail-Diensten untersucht. "Wir wollten wissen, bei welchen E-Mail-Diensten man mit der kleinsten Anzahl von Spam zu rechnen hat", sagte Studienleiter Markus Schneider. Tester legten E-Mail-Accounts bei den Anbietern an und prüften, wie viel Werbung in den Postfächern landete. Danach bekamen Nutzer des E-Mail-Dienstes Yahoo die wenigsten unerwünschten Werbemails, auf dem zweiten Platz landete der Microsoft-Service Hotmail. Google landete auf Platz drei.

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Für den Test wurden die E-Mail-Adressen für einen Teil des Zeitraums absichtlich im Internet publik gemacht, damit sie von den Spamversendern gefunden werden konnten. Dabei galten für alle Webmailer die gleichen Bedingungen, erklärte SIT-Sprecher Oliver Küch Golem.de auf Nachfrage. "Wir wollten untersuchen, wie sich der Umgang mit der eigenen E-Mail-Adresse im Spamaufkommen widerspiegelt."

Yahoo-Nutzer bekamen im Testzeitraum insgesamt acht Spamnachrichten, bei Hotmail waren es 13. Nutzer bei GMX bekamen dagegen 116 Spam-E-Mails. Die Tester vom Fraunhofer-Institut zählen auch die Werbemails der Dienstebetreiber mit zum Spamaufkommen. "Wir gehen nicht davon aus, dass man von dem eigenen Dienstanbieter lieber oder häufiger Werbung empfangen möchte als von anderen", sagte Schneider. Ohne die internen Werbesendungen erreichten die Testkonten bei GMX noch 36 Spam-E-Mails, bei Web.de 21, bei Hotmail und Yahoo waren es zehn beziehungsweise acht.

Der Test dauerte vier Wochen. Das Ergebnis sei deshalb eine Momentaufnahme und lasse sich nicht ohne weiteres verallgemeinern, räumte Schneider ein. Dienstanbieter entwickeln die technischen Abwehrmaßnahmen weiter, und auch die Spamversender lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, um diese zu überwinden.

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Die Studie wurde nach Angaben des Fraunhofer-Instituts mit finanzieller Unterstützung von Microsoft erstellt. "Was wir testen und wie wir testen, wurde davon nicht beeinflusst", sagte Schneider Golem.de. Microsoft habe auch keinen Einfluss auf die Testmethodik gehabt. "Wir waren komplett frei in der Wahl unseres Vorgehens. Es hat Microsoft schon nicht so gut gefallen, dass sie nicht Erster geworden sind", so Schneider.

Allerdings wussten die anderen Betreiber nicht zuvor von dem Test, Microsoft dagegen schon. "Kann es sein, dass Microsoft seine Spamfilter in der Zeit besonders scharf gemacht hat?", wollte Golem.de wissen. "Wir gehen nicht davon aus", sagte Schneider. Nachträgliche Tests hätten dies auch bestätigt.

Microsoft hat seinen Webmaildienst seit fünf Jahren nicht mehr beworben und plant in der nächsten Zeit hier eine Offensive, hat Golem.de aus dem Unternehmen erfahren. Nach eigenem Bekunden hatte Microsoft in Deutschland im Februar 2010 noch 8,7 Millionen aktive Nutzer. Als aktiv gilt, wer mindestens einmal im Monat seinen Hotmail-Account nutzt.

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Youssarian 14. Apr 2010

Unter http://www.intern.de/news/neue--meldungen/--201004137265.html wird dieser "Test...

Stoertel 14. Apr 2010

https://service.gmx.net/ ist (noch) frei von dem ganzen Portal-SCHROTT.

Simon1 14. Apr 2010

Ja und?! Damals waren Sie es noch nicht und es bleibt trotzdem eine Feststellung. Wenn...

anybody 14. Apr 2010

Das kann ich leider nur bestätigen. Yahoo sortiert im Zweifelsfall einfach alles in den...



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