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Coapp: Paketverwaltung für Windows

Microsoft-Mitarbeiter initiiert Open-Source-Projekt auf Launchpad. Microsoft fördert die Entwicklung eines Paketmanagers für Open-Source-Software unter Windows. Coapp soll nicht nur die Installation freier Software erleichtern, sondern auch das Einspielen von Updates. Die Software soll mit Hilfe der Community entwickelt werden und unter der Simplified-BSD-Lizenz erscheinen.
/ Jörg Thoma
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Garrett Serack, Entwickler für Open-Source-Projekte bei Microsoft, hat in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) das neue Projekt Common Opensource Application Publishing Platform (Coapp) vorgestellt. Es soll langfristig dabei helfen, die parallele Nutzung von verschiedenen Bibliotheken und Binärdateien zu ermöglichen. Gegenwärtig wird oftmals eine gleiche, aber etwa mit unterschiedlichen Compilern zusammengestellte Programmbibliothek oder Binärdatei von verschiedenen Projekten installiert, was zu Inkompatibilitäten führen kann. Das Problem gleichzeitig genutzter Dateien könnte mit WinSxS gelöst werden, so Serack.

Gleichzeitig würde Coapp auch das Problem des Einspielens von Patches lösen – Software könnte so leichter auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Außerdem soll die Coapp die Installation von freier Software generell erleichtern, indem sie bei Bedarf automatisch weitere benötigte Software aus dem Internet beschafft und an die richtigen Stellen im System installiert. Coapp soll auch die Erstellung von MSI-Paketen ermöglichen, denn diesen Installer wird auch der neue Paketmanager verwenden.

Serack hat inzwischen auf der Canonical-Entwicklerplattform Launchpad(öffnet im neuen Fenster) eine Projektseite eingerichtet und ein angeschlossenes Wiki(öffnet im neuen Fenster) ist in Arbeit. Laut Serack stellt ihn sein Arbeitgeber Microsoft für das Projekt frei – ein offizielles Projekt sei es aber nicht, so Serack. Bislang habe er für Coapp bereits Entwickler beim Apache- sowie Python- und PHP-Projekt gewinnen können, konkrete Resultate erwarte er in spätestens einem Jahr.


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