In Europa sind Glasfaseranschlüsse ins Haus weiterhin selten

Asiatisch-pazifischer Raum durch Subventionen führend bei Fibre-To-The-Home

Der gewaltige Vorsprung Asiens beim Ausbau von Fibre-To-The-Home ist durch hohe öffentliche Subventionen erreicht worden. Laut einem Forschungsbericht der Deutschen Bank ist das für Deutschland kein gangbarer Weg.

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In Europa sind Glasfaseranschlüsse ins Haus weiterhin selten

In Europa konnten bis Mitte 2009 lediglich 2 Millionen Teilnehmer über Glasfaser (Fibre-To-The-Home) auf das Internet zugreifen. Das ergab eine Studie von Deutsche Bank Research. In Nordamerika waren es 7 Millionen Nutzer, im asiatisch-pazifischen Raum führen für 38 Millionen Menschen die Lichtwellenleiter bis in die Wohnung. "Bis 2014 dürften weltweit mehr als 100 Millionen Haushalte über FTTH verfügen - davon gut 80 Millionen im asiatisch-pazifischen Raum", so die Denkfabrik der Deutschen Bank. Damit liegt Europa bei der Breitbandversorgung pro Haushalt deutlich zurück.

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Ein Glasfasernetz bis an den Endkunden böten in Deutschland bislang nur wenige City-Carrier und Stadtwerke beispielsweise in Köln, München, Schwerte und Norderstedt an. Die Deutsche Telekom hatte am 17. März 2010 verkündet, den Aufbau eines Glasfasernetzes bis in die Gebäude zu starten. Zehn Prozent aller Haushalte sollen demnach bis 2012 Glasfaser bekommen, ein Pilotversuch startet Ende des Jahres 2010 in Dresden. Dabei setzt der Konzern auf Fibre To The Home (FTTH) und Fibre To The Building (FTTB).

Japan rüstet seit Ende der 1990er Jahre um

In Japan wird die Umrüstung von Kupferkabel auf FTTH seit Ende der 1990er Jahre von der Regierung mit günstigen Krediten, Bürgschaften, niedrigen Unternehmenssteuern und Subventionen gefördert. Die Kosten der anstehenden Breitbandprojekte in Japan belaufen sich auf 60 Milliarden Euro.

In Südkorea, einem der führenden Staaten bei der Breitbandversorgung, hat die Regierung den Marktführer verpflichtet, die Breitbandversorgung als Universaldienst allgemein bereitzustellen. Danach sollen alle Regionen mit mindestens 1,5 MBit/s versorgt werden. Bis 2012 soll das Festnetz landesweit Übertragungsraten von 100 MBit/s erreichen, in den großen Ballungsräumen sollen es später sogar 1 GBit/s sein. Der Bau des Kommunikationsnetzes wird in den kommenden fünf Jahren etwa 25 Milliarden Euro kosten. Die Regierung legt eine Milliarde Euro aus Steuermitteln dazu. Private Investoren will Südkorea mit Steueranreizen und günstigen Darlehen gewinnen, so die Studie.

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Die finnische Regierung will noch im Jahr 2010 im gesamten Land flächendeckend einen als Universaldienst einklagbaren Zugang mit mindestens 1 MBit/s und einem günstigen Endkundenpreis ermöglichen. Bis 2015 soll dann in der zweiten Stufe 99 Prozent der Haushalte und Unternehmen ein Zugang mit 100 MBit/s in einem Radius von 2 km geboten werden. Finnland und die Europäische Union übernehmen zusammen bis zu zwei Drittel der Investitionskosten in das Hochgeschwindigkeitsnetz.

Große öffentliche Subventionstöpfe

Die deutsche Bundesregierung will erreichen, dass bis 2014 drei Viertel aller Haushalte ein Anschluss mit mindestens 50 MBit/s angeboten wird. Nach Schätzungen des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste wird der Aus- und Aufbau des Breitbandnetzes zwischen 40 Milliarden Euro und 120 Milliarden Euro kosten.

"Im internationalen Vergleich der Kommunikationsnetze stehen heute Länder mit großen öffentlichen Subventionstöpfen systematisch besser da als solche, die sich bei der finanziellen Förderung zurückhalten", so die Studie. Doch es ginge um eine langfristig nachhaltige Entwicklung der Infrastruktur, nicht um das glanzvolle Abschneiden in internationalen Vergleichen, das über ein enormes Subventionsvolumen erreicht wurde. In Deutschland entstünden in den Ballungsräumen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen bereits moderne Kommunikationsnetze ganz ohne öffentliche Subventionen und Universaldienstverpflichtung. In den unversorgten ländlichen weißen Flecken komme der Breitbandaufbau auf absehbare Zeit ohne öffentliche Förderprogramme für privatwirtschaftliche Investoren nicht wesentlich voran.

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amp amp nico 10. Sep 2010

Und DU faselst was von Stammtischgelaber?

irgendjemand 09. Apr 2010

kt

gulli 09. Apr 2010

Du solltest mal die Ironie in deinem Beitrag erkennen. Du lobst die Australier weil es...

oups 09. Apr 2010

Ja, klaro geht das in Deutschland, unserer Börsianischen Lobbykratie, nicht. Gelder aus...



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