ClamAV - Zwangsabschaltung steht kurz bevor (Update)
Die ClamAV-Entwickler weisen nochmals auf eine einschneidende Änderung hin: Ab Mitte April 2010 werden inkrementelle Signaturupdates für ClamAV in größeren Paketen verschickt als bisher. Um Anwender zu einem Upgrade zu zwingen, wollen Entwickler am 15. April 2010 eine spezielle Signaturdatei verschicken, die alle älteren Versionen deaktiviert. Lediglich diejenigen, die bereits auf die Version 0.95 oder höher aufgerüstet haben, bleiben von der Zwangsabschaltung verschont.
Grund für die Abschaltung soll ein Bug im Updatemodul Freshclam sein, der inkrementelle Backups auf 980 Bytes beschränkt. Da die ClamAV-Macher aber künftig Signaturupdates in größeren Dateien nur über inkrementelle Updates verteilen wollen, haben sie sich zu diesem Schritt entschlossen. Anfragen nach vollständigen Signaturdateien in großer Zahl würden die ClamAV-Server überlasten.
Angekündigt wurde die Abschaltung alter ClamAV-Versionen bereits im Oktober 2009. Nun steht die Umstellung kurz bevor.
Nachtrag vom 7. April 2010, 11:05 Uhr:
Zugleich gaben die ClamAV-Entwickler den Virenscanner in der Version 0.96 frei. Die neue Version wartet mit neuen Mechanismen zur Malware-Erkennung und weiteren signifikanten Verbesserungen der Scan-Engine auf. So erlaubt es der Bytecode Interpreter der LibClamAV, sehr komplexe Erkennungsroutinen zu schreiben. Die Heuristik wurde verbessert und Unterstützung für zusätzliche Archivtypen wie 7zip, Installshield und CPIO wurde hinzugefügt. ClamAV kann nun mit neuen ausführbaren Dateiformaten wie 64-Bit-ELF-Dateien und Universal Binaries für Mac OS X umgehen und soll schneller laufen.
Darüber hinaus wartet ClamAV mit nativer Windows-Unterstützung auf.
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