Verbraucherschützer: Finger weg von Facebook
Im vergangenen Sommer hatte der vzbv die Vertrags- und Datenschutzbestimmungen von sozialen Netzwerken, darunter auch Facebook, abgemahnt. Damals hätten alle Anbieter erklärt, die beanstandeten Klauseln nicht mehr zu verwenden, doch Facebook halte sich nicht an seine Zusage. Und mit den von Facebook angekündigten, neuen Datenschutzbestimmungen werde es "nur noch schlimmer", kommentiert Falk Lüke, beim vzbv für das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt verantwortlich. Mit einer Zustimmung zu den neuen Datenschutzbestimmungen "würden die Nutzer dem Unternehmen einen Freibrief für eine weitgehende Verwendung und Weitergabe von Daten einräumen".
Daher raten die Verbraucherschützer, "den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen, wenn ihnen der Schutz ihrer persönlichen Daten wichtig ist", so vzbv-Chef Gerd Billen, der auf den aktuellen Test der Stiftung Warentest verweist.
"Belieben im Umgang mit den Daten der Nutzer muss endlich ein Ende haben", sagt Billen und fordert den Gesetzgeber auf, dafür zu sorgen, dass Verbraucher künftig bei jeder Weitergabe und Nutzung persönlicher Daten aktiv einwilligen müssen. Zudem sollte es Verbänden wie dem vzbv ermöglicht werden, wegen Verstößen gegen den Datenschutz auf Unterlassung zu klagen.
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