Robo Earth - Mitmachenzyklopädie für Roboter

Europäisches Forschungsprojekt entwickelt Wissensdatenbank für Roboter

Eine Wissensdatenbank für Roboter soll im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes entstehen. Roboter sollen darin Konzepte über Räume und Handlungen abrufen können, um sich in neuen Umgebungen zurechtzufinden. Und sie können eigene Erkenntnisse hochladen, damit andere Roboter davon lernen.

Artikel veröffentlicht am ,
Robo Earth - Mitmachenzyklopädie für Roboter

Ob im automatisierten Heim oder im Gesundheitsbereich: Roboter sollen künftig autonom Aufgaben im Haushalt oder in der Pflege erledigen. Sie sollen den Tisch decken und abräumen, Patienten daran erinnern, die Medikamente einzunehmen oder auf Partys Getränke servieren. Die Realität sieht momentan jedoch noch anders aus: Die Aufgaben, die ein Serviceroboter erledigen soll, müssen vorher programmiert werden. Die Abläufe kontrolliert der Roboter zwar selbst und wird so mit der Zeit besser. Wird er jedoch in eine neue Umgebung versetzt, muss er diese erfassen und entscheiden, wie er die Aufgabe dort ausführen kann. Manchmal erfordert eine Umsetzung sogar eine Neuprogrammierung.

Wikipedia für Roboter

Stellenmarkt
  1. Service Manager (m/w/d) Testmanagement
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg
  2. CRM Application Manager (m/w/d)
    Getriebebau NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide
Detailsuche

Das wollen Wissenschaftler an sechs europäischen Forschungsinstituten ändern: Sie richten eine Wissensdatenbank für Roboter ein. Robo Earth heißt das auf vier Jahre angelegte Projekt. Ziel ist, eine Art Mitmachenzyklopädie für Roboter aufzubauen. Roboter speichern in der Datenbank, was sie über Aktionen und Umgebungen gelernt haben.

Andere Roboter können dann Informationen abrufen, die in der Datenbank über bestimmte Situationen gespeichert sind, und sie anwenden. Sie können diese Daten, während sie eine Aktion durchführen, bearbeiten und die verbesserte Prozessbeschreibung ihrerseits in die Datenbank einstellen. Die Nutzung der Enzyklopädie soll hardwareunabhängig sein.

Voneinander lernen

"Roboter lernen zukünftig voneinander - das ist ein innovativer Ansatz und man kann weitere große Sprünge im Service-Roboter-Bereich erwarten", erklärt Alois Knoll, Informatiker an der Technischen Universität in München."Unternehmen können das Know-how in Robo Earth nutzen und selbst einspeisen. So profitieren sie von diesen Entwicklungen, da schneller hochwertige Service-Anwendungen entstehen können."

Umgebungen werden als Konzepte in der Datenbank hinterlegt. Im Rahmen des Projekts werden vier der beteiligten Forschungseinrichtungen jeweils ein Krankenhauszimmer einrichten. Das werden zwar unterschiedliche Räume sein, die ein Roboter jedoch an bestimmten Merkmalen erkennen wird, etwa am Krankenbett oder an der Leiste mit den Anschlüssen für die medizinischen Geräte. Dieses Wissen kann er über Robo Earth an andere Roboter weitergeben, damit sie sich in anderen Krankenzimmern zurechtfinden.

Konzepte über Räume und Aktionen

Das Gleiche gilt auch für Handlungen: Die Datenbank wird exemplarische Handlungskonzepte vorhalten, die die Roboter anwenden und modifizieren. Ausgangspunkt ist, eine Wasserflasche zu erkennen, zu nehmen und dem Patienten zu geben.

Robo Earth ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt, an dem neben der TU München die Universität Stuttgart, die eidgenössische Technische Hochschule in Zürich, die Universität im spanischen Saragossa und Philips Applied Technologies beteiligt sind. Koordiniert wird das Projekt von der Technischen Universität im niederländischen Eindhoven.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Alkenix 31. Aug 2010

Also mir hat dieses Gerät nur Angst gemacht. Es ist ja klar, das ein Entwicklerteam das...

pnz 07. Apr 2010

wär schon ne feine sache. siehe www.opencog.org und da es mich gerade schon wieder so...

autor_ 07. Apr 2010

ehrlich, kein Text

mit mach roboter 07. Apr 2010

Gute-Frage ist wohl beliebt und macht sogar Gewinne... . Aber ansonsten wird man ja...

copious 07. Apr 2010

Da müsste man einen Weg finden :) http://www.robotik-fans.de



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen

Preise steigen in einem Jahr von Rekordtief auf Rekordhoch. Das Angebot hält mit unerwartet hoher Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus nicht mit.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen
Artikel
  1. Telekom: Firmen wollen private 5G-Netze gar nicht selbst betreiben
    Telekom
    Firmen wollen private 5G-Netze "gar nicht selbst betreiben"

    Laut Telekom wollen die Firmen in Deutschland ihre über 110 5G-Campusnetze nicht selbst führen. Doch es gibt auch andere Darstellungen.

  2. Smartphone-App: Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten
    Smartphone-App
    Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten

    Mit dem großen Andrang habe das Kraftfahrt-Bundesamt nicht gerechnet. Nun ist die App kaputt. Ein Update soll es richten.

  3. Blizzard: Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected
    Blizzard
    Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected

    Besonders mächtige Ausrüstung aus Diablo 2 Resurrected wird auf Auktionsbörsen gehandelt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /