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Bob lässt in Presidio die Computer laufen

Hausgroßer Akku versorgt texanische Kleinstadt bei Stromausfall mit Elektrizität. Weil die einzige Stromleitung in die texanische Kleinstadt Presidio öfter ausfällt, hat der zuständige Energieversorger in dem Ort einen Stromspeicher gebaut, der die Bewohner im Fall einer Unterbrechung nicht um Dunkeln sitzen lässt. Der Akku ist so groß wie ein Haus und derzeit der größte dieser Art in den USA.
/ Werner Pluta
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Presidio, eine kleine Stadt im US-Bundesstaat Texas nahe der mexikanischen Grenze, hat dieser Tage den größten Natrium-Schwefel-Akku(öffnet im neuen Fenster) der USA in Betrieb genommen. Der Energiespeicher(öffnet im neuen Fenster), dem die Einwohner bereits den Spitznamen Big-Old Battery, kurz Bob, gegeben haben, ist so groß wie ein Haus und soll Stromausfälle abfangen, die in der Kleinstadt immer wieder auftreten.

Nur eine marode Leitung

Denn das abgelegene Presidio ist nur über eine einzige Leitung in das knapp 100 km entfernte Marfa an das US-Stromnetz angebunden. Die Leitung stammt aus dem Jahr 1948 und fällt immer wieder aus. Bisher seien die Bewohner in einem solchen Fall über das Nachbarland Mexiko mit Strom versorgt worden, sagte Calvin Crowder, Chef des Energieversorgers Electric Transmission Texas, dem National Public Radio(öffnet im neuen Fenster).

Doch nun wird Bob die Bewohner von Presidio mit Strom versorgen, wenn die Leitung ausfällt. Der Akku speichert 4 Megawatt bis zu acht Stunden lang. Die Baukosten gibt Electric Transmission Texas mit 25 Millionen US-Dollar an. Allerdings will der Energieversorger bis 2012 zusätzlich für 60 Millionen US-Dollar eine weitere Leitung nach Presidio legen.

Testsystem für erneuerbare Energie

Dann wird Bob weiterhin als Sicherheitslösung dienen, um die Spannungsqualität aufrechtzuerhalten. Außerdem kann der Riesenakku als Testanlage für den Einsatz von regenerativer Energie dienen. Da Wind- und Sonnenkraft nur periodisch zur Verfügung stehen, werden Zwischenspeicher gebraucht, um die gewonnene Energie zu speichern.

Das US-Unternehmen Beacon Power etwa hat Ende vergangenen Jahres den Bau eines Schwungradspeichers angekündigt. In dieser Anlage soll elektrische Energie in Form kinetischer zwischengespeichert werden: Wird Energie in den Speicher eingespeist, beschleunigt ein Motor ein Schwungrad in einem Zylinder. Soll die Energie aus dem Speicher abgerufen werden, wird der Motor einfach zu einem Generator umfunktioniert, der die Rotationen des Schwungrades in elektrische Energie wandelt.

Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama hat 2009 im Rahmen ihres Wirtschaftsförderprogramms Stimulus Fördergelder in Milliardenhöhe vergeben, um die Erneuerung des US-Stromnetzes und den Aufbau eines Smart Grids in den USA voranzutreiben.


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