Prefab: Freie GUI für proprietäre Programme
Mit Prefab(öffnet im neuen Fenster) soll sich künftig beispielsweise iTunes auch aus Microsofts Word heraus steuern lassen, ohne die darunterliegenden Programme zu manipulieren. Das Forschungsprojekt ist das Ergebnis eines Experiments, mit dem Steuerelemente über die Maus einfacher bedienbar werden sollen. Die Entwickler haben dabei den Radius des Mauszeigers an einzelne Schaltflächen so erweitert, dass sie leichter anklickbar sind. Das soll vor allem behinderten Menschen die Arbeit am Rechner erleichtern.

Dazu setzen die Entwickler die Software Prefab ein, die sich über die eigentliche GUI legt. Prefab fängt dabei die Pixel ab, die eine Anwendung auf den Bildschirm legt. Prefab tastet den Bildschirm in bestimmten Zeitintervallen ab und ändert diese bei Bedarf. So kann beispielsweise ein Adobe-Plugin-Fenster über Prefab so abgeändert werden, dass es Vorlagen darstellt. Wird eine Vorlage angeklickt, leitet Prefab die entsprechenden Optionen an das darunterliegende Fenster weiter.
Eine andere Anwendung ist die Möglichkeit, Benutzerschnittstellen aus verschiedenen Programmen in einem anderen zu bedienen oder eine zentrale Schnittstelle für Konfigurationsoptionen diverser Programme zu schaffen.
Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase, es soll offiziell auf der ACM Conference on Human Factors in Computing Systems(öffnet im neuen Fenster) am 14. April 2010 (CHI) in Atlanta vorgestellt werden. Die Entwickler planen eine Onlinecommunity, um weitere Einsatzmöglichkeiten der Software zu diskutieren.
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