X.org-Server 1.8.0 erschienen

Freier X11-Server stellt von HAL auf Udev um

Der freie X11-Server X.org ist in der Version 1.8.0 erschienen. Die Entwickler haben dabei von der HAL-Implementierung auf Udev umgestellt. Alternativ zur zentralen Konfigurationsdatei xorg.conf können ab sofort Hardwarekomponenten auch in einzelnen Konfigurationsdateien in der Verzeichnisstruktur /etc/X11/xorg.conf.d abgelegt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
X.org-Server 1.8.0 erschienen

Die Entwickler des X.org-Projekts haben die Version 1.8.0 ihres X11-Servers freigegeben. Dabei hat das X.org-Team vor allem die Verwendung von der Hardware-Abstraktionsschicht HAL auf Udev umgestellt und sich damit an die Umstellungen weiterer Linux-Projekte wie Gnome angepasst, die ebenfalls auf HAL verzichten. Hot-Plugging funktioniert mit der neuen Version aber dennoch.

Parallel dazu wurde auch die Konfiguration des X11-Servers angepasst. Optionen für Hardwarekomponenten wie Grafikkarte, Monitor oder Tastatur und Maus können jetzt in einzelnen Konfigurationsdateien in der neuen Verzeichnisstruktur /etc/X11/xorg.conf.d abgelegt und von dort ausgelesen werden. Die bislang zuständige zentrale Konfigurationsdatei xorg.conf kann aber weiterhin verwendet werden.

Zusätzlich haben die Entwickler DRI2 (Direct Rendering Infrastructure) überarbeitet. Mit der neuen GLX-Erweiterung swap-events soll die künftig unter Gnome 3.0 verwendete Gnome-Shell unterstützt werden. Die neue Shell kann über den Fenstermanager Mutter und die darunterliegende 3D-Bibliothek Clutter auf die GLX-Erweiterung zugreifen. Die grafische Benutzerschnittstelle der Linux-Distribution für Netbooks Moblin verwendet ebenfalls das Clutter-/Mutter-Gespann.

Die aktuelle Version 1.8.0 wurde nur wenige Tage nach dem offiziell angekündigten Erscheinungstermin veröffentlicht, auch dank der im September 2009 beschlossenen neuen Veröffentlichungsstrategie mit zeitlich festgelegten Terminen statt nach der Implementierung neuer Funktionen wie zuvor. X.org 1.8.0 wird in die Linux-Distribution Fedora 13 eingepflegt, deren Erscheinungstermin für den 11. Mai 2010 geplant ist. Auch Opensuse 11.3 soll die neue Version enthalten, wenn die Distribution Mitte Juli 2010 wie geplant erscheint. Ubuntu 10.04 LTS hingegen wird noch mit der Vorgängerversion 1.7 ausgeliefert.

Die Binärteiber von Nvidia sind bereits an die neue Version von X.org angepasst, die Catalyst-Treiber für Linux von ATI hingegen funktionieren bislang noch nicht mit Vorgänger-Version 1.7.0 des X-Servers. Der Quellcode kann über die Downloadseiten des Projekts heruntergeladen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Vamp898 04. Jul 2010

Oh Gott immer diese BSD Trolle... Man soll ja Trolle nicht füttern deswegen ein rat...

KAMiKAZOW 08. Apr 2010

Der "radeon"-Treiber wird auch offiziell von AMD entwickelt.

KAMiKAZOW 08. Apr 2010

HAL wird nicht mehr entwickelt und was mit DeviceKit ist, steht ja schon in einem...

Nörgler 06. Apr 2010

Auch ich weiß nicht was du meinst! Aber bedenke, der Witz vom X-Server ist, dass du dich...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Massenverkäufe
Teslas sind nicht mehr Hertz' Sache

Der Autovermieter Hertz trennt sich von Teilen seiner Tesla-Flotte und anderen Elektroautos und setzt stattdessen auf Verbrennerfahrzeuge.

Massenverkäufe: Teslas sind nicht mehr Hertz' Sache
Artikel
  1. Greenlyte Carbon Technologies: CO2-Fänger gegen den Klimawandel
    Greenlyte Carbon Technologies
    CO2-Fänger gegen den Klimawandel

    Ein Start-up aus Essen kann etwa 100 Tonnen Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern. Zukünftige Anlagen sollen noch mehr schaffen. Dabei ist die Technik umstritten und derzeit (noch) teuer.

  2. Future Racing Cable: Modulares USB-Kabel lädt 240 Watt und überträgt 40 GBit/s
    Future Racing Cable
    Modulares USB-Kabel lädt 240 Watt und überträgt 40 GBit/s

    Auf Indiegogo verspricht der Hersteller, dass kein anderes USB-Kabel mehr gebraucht wird. Schließlich sei das Future Racing Cable vielseitig.

  3. LGPL: Unity schmeißt VLC-Integration raus
    LGPL
    Unity schmeißt VLC-Integration raus

    Seit einem Jahrzehnt sieht die VLC-Community immer wieder Probleme mit Appstores. Nun wirft das VLC-Team den Unity-Entwicklern eine "Doppelmoral" vor.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /