Abo
  • Services:

Ministerin Aigner: Offener Brief an Facebook-Chef Zuckerberg

Politikerin fordert US-Unternehmen zu striktem Datenschutz auf

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Post: Die deutsche Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner kritisiert in einem offenen Brief die Datenschutzbestimmungen seines sozialen Netzwerks - und droht damit, ihre Mitgliedschaft zu kündigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ilse Aigner
Ilse Aigner

Mit einer für deutsche Politiker ungewöhnlichen Aktion kritisiert Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner die Pläne von Facebook im Hinblick auf den Datenschutz. Aigner schreibt in einem von Spiegel Online vorab veröffentlichten offenen Brief, sie habe mit "großer Verwunderung" gesehen, dass "'Facebook' ungeachtet der Bedenken von Nutzern und massiver Kritik von Verbraucherschützern den Datenschutz im Netzwerk weiter lockern möchte." Gemeint sind Überlegungen des sozialen Netzwerks, einen Teil der privaten Daten auch an andere Unternehmen weiterzugeben - jedenfalls dann, wenn die Mitglieder nicht selbst tätig werden und aktiv die Opt-Out-Funktion benutzen, was erfahrungsgemäß nur wenige Nutzer machen.

Stellenmarkt
  1. FILIADATA GmbH, Karlsruhe
  2. SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, München

Aigner kritisiert in ihrem Brief den Status Quo bei Facebook und verweist auf eine Social-Network-Untersuchung der Stiftung Warentest: "Im Umgang mit Benutzerdaten und bei Nutzerrechten ist jeweils die Note 'mangelhaft' vergeben worden. Bei der Datensicherheit hat sich Facebook nicht in die Karten blicken lassen - dafür gab es ebenfalls die Note 5." Es sei erstaunlich, dass "Facebook nicht gewillt ist, die bestehenden Mängel im Datenschutz abzustellen, sondern stattdessen noch weitergehende Eingriffe vornimmt". Mit solchen Entscheidungen könne ein Unternehmen auf Dauer kein Vertrauen gewinnen.

Die Verbraucherschutzministerin fordert in ihrem Brief, dass "persönliche Daten nicht ohne Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weitergeleitet werden". Eine Kommerzialisierung privater Daten dürfe nur mit Zustimmung der Betroffenen erfolgen. "Gerade weil besonders jungen Nutzern meist nicht bewusst ist, dass ihre persönlichen Profile zu kommerziellen Zwecken genutzt werden sollen, kommt Unternehmen wie Facebook eine besondere Verantwortung zu", schreibt Aigner. Außerdem müsse Facebook alle Mitglieder klar und deutlich bereits vor jeder Änderung der Nutzungsbedingungen informieren und generell sicherstellen, dass die persönlichen Daten der Mitglieder umfassend geschützt sind.

Falls Facebook nicht bereit sei, die Firmenpolitik zu ändern und die "eklatanten Missstände zu beheben", kündigt die Ministerin die Beendigung ihrer Mitgliedschaft an.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  4. 4,25€

Horst Schorsch 07. Apr 2010

IMHO...mehr Druck seitens der Politik. Die Aktion von Frau Aigner ist ein Schritt in die...

Claudia N. 06. Apr 2010

Warum melden sich erwachsene Menschen eigentlich auf Seiten wie Facebook, MySpace etc...

Doomchild 06. Apr 2010

In bestimmten Kreisen sagen das aber alle so. Wenn er jemanden karikieren wollte, hat das...

wurstnase 06. Apr 2010

meinst also das bringt nichts außer daß sie sich lächerlich macht? Die Änderungen bei Fb...

evan 06. Apr 2010

Genau. Früher wären wir bei Facebook einfach einmarschiert! Berlusconi hätten wir...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key 2 - Hands on

Das Key2 ist das Nachfolgemodell des Keyone. Das Grundprinzip ist gleich. Im unteren Gehäuseteil gibt es eine fest verbaute Hardware-Tastatur. Darüber befindet sich ein Display im 3:2-Format. Das Schreiben auf der Tastatur ist angenehm. Im Juli 2018 kommt das Key2 zum Preis von 650 Euro auf den Markt.

Blackberry Key 2 - Hands on Video aufrufen
In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

K-Byte: Byton fährt ein irres Tempo
K-Byte
Byton fährt ein irres Tempo

Das Startup Byton zeigt zur Eröffnung der Elektronikmesse CES Asia in Shanghai das Modell K-Byte. Die elektrische Limousine basiert auf der Plattform des SUV, der vor fünf Monaten auf der CES in Las Vegas vorgestellt wurde. Unter deutscher Führung nimmt der Elektroautohersteller in China mächtig Fahrt auf.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. KYMCO Elektroroller mit Tauschakku-Infrastruktur
  2. Elektromobilität Niu stellt zwei neue Elektromotorroller vor
  3. 22Motor Flow Elektroroller soll vor Schlaglöchern warnen

Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

    •  /