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Vor dem iPad-Start: E-Books werden teurer

Amazon lässt Verlagen mehr Spielraum bei der Preisgestaltung. Offensichtlich aus Angst, gegenüber dem neuen Konkurrenten iPad an Boden zu verlieren, hat Amazon US-Verlagen mehr Spielraum bei den Preisen für E-Books eingeräumt. So will Amazon sicherstellen, dass auch künftig das ganze Repertoire der Verlage für das Kindle zur Verfügung steht.
/ Werner Pluta
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Wenige Tage vor dem Verkaufsstart von Apples Tablet-PC iPad heben mehrere US-Verlage die Preise für E-Books in Amazons Kindle-Shop an. Die E-Books werden künftig zwischen 12 und 15 US-Dollar kosten, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster).

iPad als Konkurrent für E-Book-Reader

Anlass ist die bevorstehende Markteinführung des iPad: Das Gerät soll ebenfalls als E-Book-Reader genutzt werden können. Apple gesteht den Verlagen jedoch mehr Raum bei der Preisgestaltung zu als etwa Amazon: Der Kindle-Anbieter hat lange auf einem Preis von 9,99 US-Dollar für ein digitales Buch beharrt. Die Verlage hingegen halten 12,99 bis 14,99 US-Dollar für angemessen. Einige haben deshalb schon erwogen, die digitale Version einiger Bücher später als die gebundene zu veröffentlichen.

Mit dem neuen Preismodell stellt Amazon sicher, dass Verlage wie Simon & Schuster und Harper Collins auch weiterhin ihr ganzes Repertoire im Kindle-Shop anbieten. Einige der Bücher sollen auch weiterhin knapp 10 US-Dollar kosten. Für die meisten neuen Bestseller müssen die Kunden künftig jedoch eher 13 bis 15 US-Dollar bezahlen.

Auch Sony gibt nach

Nach Informationen des Wall Street Journal wollen sich auch Hachette und Penguin mit Amazon auf eine solche Regelung einigen. Ein vergleichbares Arrangement über die E-Book-Preise haben die Verlage laut dem US-Wirtschaftsmagazin Business Week(öffnet im neuen Fenster) auch mit Sony getroffen.

Im Februar hatte Amazon im Kampf um die E-Books-Preise nach einem Streit mit dem Verlag Macmillan nachgegeben. Im Laufe dieses Streits hatte Amazon sogar die Bücher des Verlags aus dem Programm genommen. Kurz darauf gab der Onlinehändler jedoch nach und signalisierte, den Verlagen etwas mehr Freiraum bei der Preisgestaltung einzuräumen.

[Macmillan gehört wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck]


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