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Sony verkauft mehrere Fabriken

Konzern setzt Restrukturierung fort. Sony trennt sich von eigenen Fabriken. Eine Fertigung für LC-Displays, die in Handys und Kameras eingesetzt werden, geht an Kyocera, ein Werk in der slowakischen Republik kauft der taiwanische Konzern Foxconn.
/ Achim Sawall
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Sonys Fabrik in Nitra, im Westen der Slowakei
Sonys Fabrik in Nitra, im Westen der Slowakei

Sony verkauft zwei Fabriken. Eine LCD-Fabrik in Japan geht an Kyocera. Der Preis für die Fertigung in Yasu, im Westen des Landes, wurde nicht genannt. Sony hatte die Fabrik im Jahr 2005 von Chi Mei Optoelectronics aus Taiwan übernommen und 18,5 Milliarden Yen (108 Millionen Euro) dafür gezahlt. Dort werden Displays für Mobiltelefone und Digitalkameras hergestellt.

Der japanische Elektronik- und Unterhaltungskonzern verkauft auch seine hochmoderne Nitra-Fernseherfabrik in der Slowakischen Republik an den taiwanischen Konzern Foxconn (Hon Hai Precision Industry). Entsprechende Meldungen hat Sony bestätigt. Hon Hai ist weltgrößter Auftragshersteller für Elektronik.

Seit Dezember 2008 hat Sony damit 15 Fabriken geschlossen oder verkauft. Ursprünglich besaß der Konzern 57 Fertigungen. Das Nitra-Werk wurde erst 2007 eröffnet, es hat 2.500 Mitarbeiter unter Vertrag und kann jährlich bis zu 4 Millionen Flachbildschirmfernseher produzieren.

Auch bei dem Verkauf in der Slowakei wurde der Preis nicht bekanntgegeben. In den Büchern stand die Fabrik Ende März 2010 noch mit 23,2 Milliarden Yen (185 Millionen Euro). "Wir verkaufen nicht zu einem sehr günstigen, aber einem sehr vernünftigen Preis" , sagte ein Sony-Manager der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) . Sony hält weiter einen Anteil in Höhe von 10 Prozent am Nitra-Werk, wie auch bei dem Verkauf einer ähnlichen Anlage in Mexiko im Jahr 2009, die ebenfalls an Hon Hai ging.

Foxconn erwartet 2010 Aufträge für fünf Millionen LCD-TVs von Sony, drei Millionen von Samsung, zwei Millionen von LG Electronics und zwei Millionen von Vizio, berichtete das taiwanische Branchemagazin Digitimes(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen.


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