Abo
  • Services:

Rechenzentren brauchen mehr Strom als Industriestaaten

Cloud-Computing führt zu schnell wachsender CO2-Bilanz

Durch den Trend zum Cloud-Computing wächst die Zahl der benötigten Rechenzentren massiv. Im Jahr 2020 werden sie mehr Energie verbrauchen als Frankreich, Deutschland, Kanada und Brasilien heute zusammen.

Artikel veröffentlicht am ,
Greenpeace Make it green report
Greenpeace Make it green report

Greenpeace hat IT-Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft und Facebook aufgerufen, ihre Rechenzentren auf erneuerbare Energien umzustellen. Die Umweltschutzorganisation schätzt, dass Rechenzentren im Jahr 2020 circa 1,964 Milliarden Kilowattstunden elektrische Energie benötigen werden. Das ist mehr als Frankreich, Deutschland, Kanada und Brasilien gegenwärtig zusammen verbrauchen. In der Modellrechnung wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Server jährlich um 9 Prozent wächst.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg vor der Höhe
  2. engelbert strauss GmbH & Co. KG, Biebergemünd

Die Energie für die Rechenzentren komme meist aus der Verbrennung von Kohle. "Das Wachstum in der IT-Branche führt zu einer schnell wachsenden CO2-Bilanz", sagte Tom Dowdall, Koordinator der Kampagne für grünere Elektronik bei Greenpeace, BBC News.

Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Internetzugangsgeräten wie Smartphones, Netbooks und dem iPad werde Cloud-Computing zum Mainstream, so Dowdall. IT-Firmen errichteten darum immer mehr Rechenzentren. Dabei achteten sie zwar auf Energieeffizienz, griffen aber zu selten auf Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen zurück. "Die Entscheidungen über den Bau von Clouds werden von Unternehmern getätigt, deren erste Sorge dem Gewinn in vierteljährlichen Geschäftsberichten und dem Börsenkursen gilt", heißt es in dem Greenpeace-Bericht.

So habe Facebook im Januar 2010 den Plan für den Baubeginn eines Rechenzentrums in Prineville im US-Bundesstaat Oregon nach genauen Vorgaben des Unternehmens angekündigt. Das Gebäude werde verschiedene Techniken zur Energieeffizienz enthalten. So würden die Server bedarfsgerecht mit Frischluft gekühlt statt mit den üblichen Klimaanlagen. Durch weitere Energiespartechniken würde der Energiehunger um 12 Prozent reduziert. Doch der Kraftwerksbetreiber Pacific Power verbrenne hauptsächlich Kohle zur Energieerzeugung. Facebook argumentiert, keinen anderen Energieanbieter zur Auswahl gehabt zu haben.

Apple begann im Jahr 2009 mit der Konstruktion eines Rechenzentrums in North Carolina für 1 Milliarde US-Dollar. Hier kommen 50,5 Prozent der Energie aus Kohle und 38,7 Prozent aus Atomenergie, so Greenpeace.

In einem Microsoft-Rechenzentrum in Quincy, Washington, stamme die Energie von einem Wasserkraftwerk. Dowdall lobte auch Yahoo für die Verwendung von Wasserkraft im neuen Rechenzentrum in der Nähe von Buffalo, New York. Dieses Projekt koste 150 Millionen US-Dollar und werde im Mai 2010 fertiggestellt. Doch auch Wasserkraftwerke können durch die Errichtung von großen Dämmen gravierende Eingriffe in die Natur bedeuten, erklärte Greenpeace. Kleine Wasserkraftwerke seien dagegen unbedenklicher.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate.de

Hotohori 31. Mär 2010

Eben, die wissen selbst am Besten, dass sie nur dann günstig sein können, wenn sie so...

cartman 31. Mär 2010

Und meine Freundin sagt, ich soll mir Öko-Strom holen!!! Ich finde es reicht die...

Prypjat 31. Mär 2010

Erinnert mich irgend wie an Krombacher Werbung. Komasaufen für den Regenwald. Schade das...

Sentry 31. Mär 2010

Sollte in den mit der Überschrift, sorry...


Folgen Sie uns
       


Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018)

Strihl präsentiert auf der Light + Building sein Wartungssystem für Straßenleuchten per Drohne.

Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018) Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Ancestors Legacy angespielt: Mittelalter für Echtzeit-Strategen
Ancestors Legacy angespielt
Mittelalter für Echtzeit-Strategen

Historisch mehr oder weniger akkurate Spiele sind angesagt, nach Assassin's Creed Origins und Kingdom Come Deliverance will nun auch Ancestors Legacy mit Geschichte punkten. Golem.de hat eine Beta des im Mittelalter angesiedelten Strategiespiels ausprobiert.

  1. Into the Breach im Test Strategiespaß im Quadrat

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

    •  /