Halbleitermarkt: Intel unangefochten, Infineon stürzt ab

Marktzahlen von Gartner für das Jahr 2009

Obwohl es inzwischen wieder aufwärts geht, war das Jahr 2009 noch überschattet von der Chipkrise. Laut Erhebungen von Gartner schrumpfte der Markt für Halbleiter im vergangenen Jahr um 10,5 Prozent. Die größten Hersteller sind weiterhin Intel und Samsung, Infineon kann sich nur noch knapp in den Top 10 halten.

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Halbleitermarkt: Intel unangefochten, Infineon stürzt ab

Der Absturz von Infineon von Platz 6 auf Nummer 10 der nach Umsatz größten Hersteller von Halbleitern ist durch die Pleite von Qimonda bedingt. Gartner führt in seinen Tabellen Infineon und Qimonda für 2009 noch gemeinsam. Dabei ergibt sich ein Wegfall von über 43 Prozent des Umsatzes, der deutlichste Schwund unter den großen Chipherstellern im Jahr 2009. Ohne Qimonda und die abgespaltete Abteilung für Funkbausteine wie Handy-Transceiver hat Infineon laut Gartner aber immer noch Umsatzverluste von 16,1 Prozent zu verzeichnen.

Knapp in die Top 10 auf Platz 9 schafft es jetzt wieder AMD, das nur 2,7 Prozent Umsatz einbüßte. Den ewigen Konkurrenten Intel traf es da mit 4,5 Prozent weniger Einnahmen schon etwas schlimmer. Vor allem die Zulieferer von Standardelementen wie Texas Instruments, STM und Renesas haben jedoch bis zu 19,9 Prozent verloren.

  • Gartners Zahlen zum Halbleitermarkt für das Gesamtjahr 2009
Gartners Zahlen zum Halbleitermarkt für das Gesamtjahr 2009

Am deutlichsten zulegen, um 1,7 Prozent, konnte jedoch Samsung, das Marktführer bei DRAMs ist. Das Unternehmen kommt bei allen Halbleitern auf einen Anteil von 7,7 Prozent, gut die Hälfte dessen, was Intel belegt: Mit 14,6 Prozent und einem Jahresgesamtumsatz von 33,2 Milliarden US-Dollar ist der Prozessorprimus immer noch mit weitem Abstand der größte Chiphersteller der Welt.

Samsungs Wachstum, und auch das des DRAM-Herstellers Hynix, führen die Marktforscher von Gartner auf den bereits drastischen Einbruch des Halbleitermarkts im Jahr 2008 zurück, welchen die Unternehmen mit weitgehend stabilen Preisen 2009 aufgefangen hätten. Bereits für das erste Quartal 2009 hatten die Marktbeobachter von DRAMeXchange die Talsohle des DRAM-Marktes ausgemacht. Insgesamt schrumpfte der Halbleitermarkt deutlich geringer, als die Marktforscher zunächst befürchtet hatten: Gartner ging noch im April 2009 von einem Minuswachstum von über 17 Prozent aus. Für 2010 erwartet Gartner jetzt eine weitere Erholung des Geschäfts mit Chips.

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