Xing: Abschreibungen sorgen für Verlust
Im deutschsprachigen Heimatmarkt konnte Xing die Zahl seiner Mitglieder im Jahr 2009 um 29 Prozent auf 3,74 Millionen steigern, die Anzahl der zahlenden Premiumkunden wuchs um 25 Prozent auf 687.000.
Besonders deutlich fiel das Wachstum in den Märkten Türkei und Spanien aus: So gewann Xing in der Türkei insgesamt 265.000 neue Mitglieder, was einem Wachstum von 58 Prozent auf 724.000 entspricht. In Spanien stieg die Zahl der Mitglieder um 239.000 beziehungsweise 25 Prozent auf 1,19 Millionen.
Der Geschäftsbereich E-Recruiting, also die Vermarktung von Stellenanzeigen auf der Plattform Xing, verbuchte ein Umsatzwachstum von 11 Prozent. Der Bereich Advertising verzeichnete, bereinigt um Einmalerlöse, im Jahr 2008 ein Wachstum von 46 Prozent: von 1,39 Millionen Euro auf 2,37 Millionen Euro.
Unter dem Strich erzielte Xing ein EBITDA von 11,8 Millionen Euro, was trotz Umsatzwachstum knapp unter den 12,2 Millionen Euro des Vorjahres liegt. Begründet wird dies mit Investitionen in Personal, vor allem in den neuen Geschäftsfeldern. So stieg der Personalaufwand von 8,8 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 15,7 Millionen Euro 2009.
Einmalige, außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5,4 Millionen Euro drückten das Konzernergebnis auf einen Fehlbetrag von 1,7 Millionen Euro. Dabei handelt es sich insbesondere um Wertberichtigungen für Beteiligungen und Akquisitionen. Bereinigt um die einmaligen Sondereffekte lag das Ergebnis bei 3,9 Millionen Euro.