Opteron 6100: Erster x86-Prozessor mit zwölf Kernen startet

AMD hatte den Umstieg auf die beiden Sockel G32 mit zwei Speicherkanälen und G34 mit vier Speicherkanäle bereits vor knapp zwei Jahren angekündigt – genug Zeit also für die Serverhersteller, um neue Maschinen zu entwerfen. Daher wollen laut AMD auch HP, Dell, Acer, Cray und SGI Rechner mit Opteron 6100 anbieten. IBM fehlt unter den großen Anbietern noch.





Bei den Opterons für den Sockel G34 bringt AMD erstmals zwei Dies in einem Chipgehäuse unter. Diese Strategie verfolgt Intel schon seit knapp zehn Jahren, was AMD öfter auch für spöttische Bemerkungen über "zusammengeklebte Dies" benutzte. Der Trend zu immer mehr Rechenleistung auf kleinerem Raum, beispielsweise für virtualisierte Systeme, macht diesen Schritt nun aber auch für AMD nötig.
Magny Cours oder die Modellnummern 6170 oder 6160 kennzeichnen dabei die Opterons mit zwölf Kernen, die restlichen neuen Opterons der Serie 6100 bestehen aus dem Kern "Lisbon" mit sechs Cores. Zwei der Lisbons bilden einen Magny Cours. Lisbons passen in den Sockel C32, die Magny Cours nur in G34. Für den C32 gibt es auch noch Versionen mit vier Kernen und für G34 mit acht Cores, die aber denselben Codenamen tragen.
ACP von 65 bis 105 Watt
Bei der Einteilung in Klassen der Leistungsaufnahme bleibt sich AMD mit den Namenserweiterungen "HE" (um 65 Watt ACP) und "SE" für die stromhungrigsten CPUs mit rund 105 Watt ACP treu. Die Mittelklasse trägt keines der Kürzel und ist mit 80 Watt ACP angegeben. Diese " Average CPU Power " gibt AMD schon seit zwei Jahren für seine Serverprozessoren ausschließlich an, die TDP liegt in einem nicht festgelegten Verhältnis darüber. Um die Rahmen für die Kühlung einzuhalten, takten die Opterons 6100 auch nur bis 2,3 GHz, der verwandte Phenom II X6 mit einem Die für Desktops soll aber bis 3 GHz erreichen.





Die wesentliche Ausstattung mit Zwischenspeichern hat sich gegenüber den bisher schnellsten Opterons nicht geändert: Jeder Kern verfügt über je 64 KByte L1-Cache für Daten und Instruktionen, dazu kommen 512 KByte L2-Cache pro Kern. Die Cores teilen sich auf jedem Die einen L3-Cache von 6 MByte. DDR3-Speicher können die neuen Opterons bis effektiv 1.333 MHz ansprechen, die neuen Low-Voltage-DIMMs mit nur noch 1,35 Volt bis zu 1.066 MHz.

Zur Rechenleistung der neuen CPUs hat AMD eine eigene Webseite erstellt(öffnet im neuen Fenster) , auf der sich nicht nur synthetische Benchmarks wie die der SPEC, sondern auch zahlreiche Anwendungen vergleichen lassen – in der Regel aber mit AMDs früheren Opterons. Der endgültige Vergleich moderner Architekturen ist erst in einigen Tagen möglich, wenn Intel seinen Nehalem-EX für ebenfalls vier Sockel vorgestellt hat. Zu diesem gab es jedoch auf der Cebit bereits etliche Informationen von IBM .



