Linux: Nvidia stoppt Nv-Treiber-Entwicklung

Open-Source-Treiber Xf86-video-nv ohne Fermi-Unterstützung

Nvidia will die Entwicklung des Linux-Treibers Xf86-video-nv einstellen. Die Unterstützung von Fermi und zukünftigen GPUs wird nicht in den Treiber eingepflegt. Für neuere X-Server-Versionen soll der Treiber nur noch bei Bedarf angepasst werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Andy Ritger, Entwickler bei Nvidia, hat auf der Mailingliste des X.org-Projekts die Einstellung der Entwicklung für den Treiber Xf86-video-nv angekündigt. Der Open-Source-Treiber mit proprietären Codeteilen wurde offiziell von Nvidia gepflegt und bietet rudimentäre Unterstützung für Grafikkarten mit Nvidia-Chipsatz. Der Treiber liegt dem X.org-Paket bei und somit auch den meisten Linux-Distributionen.

In seiner E-Mail hat Ritger angekündigt, der Treiber solle nicht mehr weiterentwickelt werden. Stattdessen empfiehlt er, eine entsprechende Linux-Distribution zunächst mit dem Vesa-Treiber zu starten und danach den besseren proprietären Treiber von der Nvidia-Webseite zu installieren. Der Vesa-Treiber biete bereits die meisten Funktionen, die der Xf86-video-nv hat. Nur bei Bedarf will man künftig dazu beitragen, Xf86-video-nv an neuere X.org-Versionen anzupassen.

Zwar pflegte Nvidia den minimalen Treiber seit einigen Jahren, mehr als beschleunigtes X-Rendering stellte er aber nie zur Verfügung. Lediglich die Unterstützung für aktuelle Chipsätze wanderte immer wieder in Xf86-video-nv. Nvidia wollte damit einerseits den Fokus auf die Entwicklung des proprietären Treibers setzen, andererseits fürchtete der Grafikkartenhersteller die Offenlegung heikler Schnittstellen.

Seit dem Einzug des quelloffenen Treibernachbaus Nouveau in den Kernel ist die Unterstützung der meisten Nvidia-Chipsätze auch ohne proprietäre Treiber von Nvidia möglich, teilweise sogar mit 3D-Beschleunigung. Allerdings steht den Entwicklern nun eine enorme Aufgabe bevor, den Nouveau-Treiber für den neuen Fermi-Chipsatz zu aktualisieren, was ohne entsprechenden Xf86-video-nv deutlich schwieriger wird. Der offizielle proprietäre Treiber von Nvidia wird allerdings weiter entwickelt und funktioniert bereits mit Fermi-Karten.

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Der Kaiser! 21. Dez 2010

Man braucht keine Quell-offene Hardware um Quell-offene Treiber zu schreiben. Auch wenns...

Der Kaiser! 21. Dez 2010

Chipsätze?

Andreas 996699 30. Mär 2010

Das macht Nvidia aber nicht. Abgesehen davon, wie man zu der Entscheidung steht, hat...

DASPRiD 30. Mär 2010

Also laut meiner Webseite hat Linux mit 47.051 Hits in diesem Monat 21%, gegenüber...



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