Abo
  • Services:

Noch einmal 20 Jahre für Gonzalez

Harte Strafe für Datendiebstahl im Heartland-Fall

Albert Gonzalez hat auch in seinem zweiten Verfahren eine hohe Haftstrafe erhalten: Für den Datendiebstahl bei einem US-Zahlungsdienstleister soll er noch einmal 20 Jahre in Haft. Er kann diese Strafe jedoch zusammen mit der am Donnerstag verhängten verbüßen.

Artikel veröffentlicht am ,

Weitere harte Strafe gegen Albert Gonzalez: In einem zweiten Verfahren wegen Datendiebstahls hat das Bezirksgericht in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts am Freitag den 28-Jährigen zu einer Haftstrafe von 20 Jahren und einem Tag verurteilt.

130 Millionen Kreditkartendatensätze

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München
  2. Melissa Data GmbH, Köln

Richter Douglas Woodlock sah es als erwiesen an, dass Gonzalez an den Einbrüchen in die Computersysteme des Zahlungsdienstleisters Heartland Payment Systems, der Supermarktketten 7-Eleven und Hannaford Brothers sowie zwei weiterer Einzelhandelsunternehmen beteiligt war. Gonzalez und seine Komplizen erbeuteten dabei rund 130 Millionen Kreditkartendatensätze.

Am Tag zuvor hatte Woodlocks Kollegin Patti Saris wegen des Kreditkartendiebstahls bei den US-Einzelhandelsketten TJX, Barnes & Noble, Sports Authority, DSW, Forever 21 und Officemax sowie den Restaurantketten Boston Market und Dave & Buster's 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 25.000 US-Dollar verhängt. Woodlock entschied jedoch, dass Gonzalez die beiden Strafen gleichzeitig absitzen kann.

Spektakulärsten Fälle von Datendiebstahl

Die Datendiebstähle bei TJX und Heartland gelten als die beiden spektakulärsten Fälle von Datendiebstahl im Internet. Heartland gab den Schaden des Datendiebstahls mit knapp 130 Millionen US-Dollar an. TJX bezifferte seinen Schaden sogar auf rund 200 Millionen US-Dollar. Gonzalez' Verteidiger zweifelte die Zahlen allerdings an. Seiner Ansicht nach ist ein Teil der Schäden der Nachlässigkeit der Unternehmen geschuldet.

Tatsächlich war Heartland die Sicherheitslücke in seinen Systemen nicht selbst aufgefallen. Die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard hatten den Zahlungsdienstleister auf Unregelmäßigkeiten und verdächtige Transaktionen aufmerksam gemacht. Daraufhin prüften die Computerspezialisten von Heartland die Systeme, konnten aber nichts finden. Erst Computerforensiker des Secret Service machten ein Spionageprogramm in den Heartland-Systemen ausfindig und unschädlich. Über diese Malware hatten Gonzalez und seine Komplizen Kreditkartendaten abgelauscht und diese auf dem Schwarzmarkt verkauft.

Abschreckung für andere Internetstraftäter

"Diese beiden Strafen zeugen davon, welchen immensen Schaden Gonzalez Millionen unschuldigen Amerikanern zugefügt hat", kommentierte Paul Fishman, oberster Staatsanwalt des US-Bundesstaates New Jersey, wo auch Heartland Payments Systems beheimatet ist. "Sie werden vergleichbare Kriminelle abschrecken, die fälschlicherweise glauben, sie könnten der Verfolgung und Verurteilung entgehen, wenn sie sich hinter einem Monitor verstecken und Straftaten online begehen."

Die Behörden beschlagnahmten bei Gonzalez Beutegut in Millionenhöhe, darunter teure Uhren und Schmuck, einen BMW, eine Eigentumswohnung in Miami sowie 1,1 Millionen US-Dollar in bar, die Gonzalez im Garten seiner Eltern vergraben hatte.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

d3wd 30. Mär 2010

Allerfeinstes "Obama Fever". https://forum.golem.de/kommentare/wirtschaft/chinesische...

Jeem 30. Mär 2010

Hm, irgendwie fehlt da ein Stück. Also... Das liegt zum einen daran, das deren Taten...

d3wd 29. Mär 2010

Na weil wir hier in Deutschland so einen Fall noch nicht hatten. d3wd

yuri12344 29. Mär 2010

Der haette lieber eine "deutsche Kartoffel" ins Koma getreten. Dann haette es maximal...

lol123 29. Mär 2010

he he Dachte ich auch kurz


Folgen Sie uns
       


LG Watch W7 - Fazit

LG kombiniert bei seiner Watch W7 ein Display mit analogen Zeigern - eigentlich eine gute Idee, Nutzer müssen dafür aber auf zahlreiche Funktionen verzichten.

LG Watch W7 - Fazit Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Chromebook Spin 13 im Alltagstest: Tolles Notebook mit Software-Bremse
Chromebook Spin 13 im Alltagstest
Tolles Notebook mit Software-Bremse

Bei Chromebooks denken viele an billige, knarzende Laptops - das Spin 13 von Acer ist anders. Wir haben es einen Monat lang verwendet - und uns am Ende gefragt, ob der veranschlagte Preis für ein Notebook mit Chrome OS wirklich gerechtfertigt ist.
Ein Test von Tobias Költzsch


    Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
    Ottobock
    Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

    Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
    Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


        •  /