• IT-Karriere:
  • Services:

Times und Sunday Times online nur noch gegen Bezahlung

Ist kostenloser auch weggeworfener Journalismus?

Rupert Murdoch macht Ernst: Die britischen Zeitungen The Times und Sunday Times sind ab Juni 2010 im Internet nur kostenpflichtig abrufbar. Weitere sollen folgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Times und Sunday Times online nur noch gegen Bezahlung

Die beiden Zeitungen The Times und Sunday Times gehören zu Murdochs News-Corp-Verlag News International (NI). Ab Mai 2010 sollen beide Zeitungen auf getrennten, neu designten Websites zu finden sein und ab Juni 2010 online nur noch gegen eine Tagesgebühr von einem britischen Pfund oder im wöchentlichen Abonnement von 2 britischen Pfund gelesen werden können.

Stellenmarkt
  1. hbz-Hochschulbibliothekszentrum des Landes NRW, Köln
  2. Analytik Jena GmbH, Jena

Die Gebühr berechtigt den Onlinezugang zu beiden Publikationen thetimes.co.uk und thesundaytimes.co.uk. Wer bereits die gedruckten Ausgaben im Wochenabonnement bezieht, muss nicht extra für den Onlinezugriff zahlen. Leser aus dem Ausland müssen 1,5 Euro/Tag oder 3 Euro/Woche zahlen. Bezahlt werden muss erst nach einer kostenlosen Probezeit, zu der es noch keine Angaben gibt.

Times und Sunday Times sind erst der Anfang

Zwei weitere NI-Publikationen sollen folgen: The Sun und The News of the World. News-International-Chefin Rebekah Brooks bezeichnete den geplanten Wechsel zu paid content als bedeutenden Moment für den Journalismus und einen wichtigen Schritt hin zu wirtschaftlich profitablen Nachrichtenmedien.

"Wir sind stolz auf unseren Journalismus. Und wir glauben an seinen Wert", so Brooks in einer Mitteilung der Times. Times-Redakteur James Harding bestätige in einem Interview auf dem ebenfalls zu News Corp gehörenden Fernsehsender Sky zwar, dass die Zeitungen mit der Abschaffung des kostenlosen Zugriffs ein Risiko eingingen. Kostenlos im Internet angebotene Nachrichten seien jedoch wertlos.

Kostenlos gleich schlecht?

Die kostenlosen Publikationen im Internet seien nicht so gut, nicht so informativ und nicht so gut recherchiert, argumentiert Harding. Gegenüber der BBC erklärte Harding, das Bezahlmodell sei ein geringeres Risiko, als eigenen Journalismus kostenlos wegzugeben und damit wegzuwerfen. Harding vergleicht den Zustand der Zeitungsverlage gar mit dem der Musikindustrie vor vier Jahren - mittlerweile würden die Kunden auch für Musikdownloads zahlen.

Auch die New York Times will Geld von ihren Onlinelesern, aber erst wenn sie mehr als nur ein paar Artikel pro Tag lesen wollen. Die Financial Times handhabt es ähnlich, wer sich kostenlos registriert, kann pro Monat 10 Artikel kostenlos lesen. Für das Wall Street Journal gibt es hingegen ausschließlich einen kostenpflichtigen Zugang.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Kredo 29. Mär 2010

Kommt bestimmt noch. Auch die Branche ist nur eine Herde mit Leithammel, so wie fast jede.

Kredo 29. Mär 2010

Wenn es dir besser gefällt, dann nennst du es eben Nichtdruckkosten und...

Kredo 29. Mär 2010

Die Simpsons hängt keiner ab. Es wird sich höchstens daran gemessen. Kein...

Yoschi 28. Mär 2010

alles muss kostenlos und werbefrei bleiben im internetz!!!!!111111

samy123 28. Mär 2010

das wäre so als ob bild.de ab sofort ihre hochwertigen Beiträge nur noch gegen Geld...


Folgen Sie uns
       


Sprachsteuerung mit Apple Music im Vergleich

Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen - aber das gelingt oftmals nicht. Überraschenderweise spielen Siri, Google Assistant und Alexa bei gleichen Sprachbefehlen andere Sachen, obwohl alle auf Apple Music zugreifen.

Sprachsteuerung mit Apple Music im Vergleich Video aufrufen
    •  /