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Telekom verweigert Zumwinkel erneut Entlastung

Steht im Verdacht, in Spitzelaffäre des Konzerns verstrickt zu sein. Die Deutsche Telekom will ihrem ehemaligen Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel erneut die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008 verweigern. Das geht aus der Tagesordnung für die Hauptversammlung des Konzerns hervor, die am 3. Mai 2010 stattfindet. Die Entscheidung soll bis zur Hauptversammlung 2011 vertagt werden, erfuhr das Handelsblatt.
/ Achim Sawall
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Zumwinkel hatte Ende Februar 2008 vorzeitig sein Amt bei der Telekom niedergelegt, weil er unter dem Verdacht stand, Steuergelder in Höhe von 1 Million Euro hinterzogen zu haben. Ein Gericht hat Zumwinkel deswegen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Erst einige Wochen nach seinem Rücktritt als Telekom-Chefkontrolleur kam heraus, dass Zumwinkel möglicherweise in eine zweite Affäre verwickelt ist: Er steht im Verdacht, in die Spitzelaffäre des Konzerns verstrickt zu sein. Dabei hat die Telekom Telefonate zwischen Journalisten und Aufsichtsräten ausspioniert. Zumwinkel gehörte ebenso wie der ehemalige Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke zu acht Beschuldigten, gegen die die Staatsanwaltschaft ermittelt hat. In den kommenden Tagen will sie ihr Ergebnis verkünden. Die Telekom hat Schadensersatz von Zumwinkel und Ricke gefordert.
[ aus dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) ]


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