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Linux-Kernel: Torvalds verlängert Merge-Fenster

Verteiltes Dateisystem Ceph noch in der Testing-Phase aufgenommen. Obwohl das Merge-Window schon geschlossen ist, hat Linus Torvalds noch das verteilte Dateisystem Ceph in den Linux-Kernel 2.6.34 aufgenommen. Ceph gesellt sich zu neuen Treibern für Grafikkarten mit Radeon-Chipsätzen und dem neuen Dateisystem LogFS.
/ Jörg Thoma
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Linus Torvalds hat mit Verspätung das Clusterdateisystem Ceph in den Kernel 2.6.34 aufgenommen. Es verwendet mehrere Rechner, um Metadaten, Clustermonitore und sogenannte Object Storage Data (OSD) zu verwalten und zu speichern, was Speichergeschwindigkeit, Ausfall- und Datensicherheit in Form eines Netzwerk-RAIDs deutlich erhöht. Die Speicherkapazität von Ceph liegt im Petabyte-Bereich.

Für Grafikchips der 5000er-Radeon-Reihe soll der nächste Kernel einen Treiber mit KMS-Unterstützung mitbringen. Zusätzlich kann der Nouveau-Treiber den Firmwarecode Ctxprogs ab sofort selbst generieren. Für die GPU im neuen Intel-Chip Sandybridge haben die Entwickler neue Grafiktreiber eingebaut, für den entsprechenden Mainboardchipsatz wanderten ebenfalls neue Treiber in den Kernel. Zusätzlich wurde das bereits integrierte Dateisystem LogFS für Flashspeicher eingebaut, ebenso wie Änderungen an dem Dateisystem Btrfs.

Die Testphase für die neue Kernel-Version wird vermutlich acht bis neun Wochen dauern, die endgültige Version 2.6.34 erscheint dann Mitte oder Ende Juni 2010. Der Quellcode für die Testversion liegt mit der entsprechenden Changelog-Datei unter kernel.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.


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