Abo
  • Services:

Verbraucherzentrale: Regierung muss Abofallen sofort stoppen

Aigner soll nicht auf EU-Lösung warten

Privaten Haushalten entsteht durch Abofallen im Internet jährlich ein Millionenschaden. Die Verbraucherzentrale fordert deshalb die Regierung auf, ihr Versprechen zu halten und eine Bestätigungslösung einzuführen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gerd Billen, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband
Gerd Billen, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zum sofortigen Handeln gegen Abofallen im Internet aufgefordert. "Schwarz-Gelb hat versprochen, gegen die Onlinemafia vorzugehen. Verbraucherministerin Aigner muss dafür sorgen, dass die Koalition ihr Versprechen für eine Bestätigungslösung jetzt auch umsetzt", so Vorstand Gerd Billen. Gegenwärtig findet in Straßburg eine Konferenz des Europarates zur Computerkriminalität statt.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. State Street Bank International GmbH, München

Um die schnelle Ausbreitung von Kostenfallen im Internet zu stoppen, fordert der vzbv strengere Gesetze. Kostenpflichtige Verträge sollten vom Nutzer über ein gut sichtbares Feld immer separat bestätigt werden müssen.

Das Warten auf eine EU-weite Regelung der Verbraucherrechte zu Abofallen sei verkehrt, sagte Billen. EU-Kommissarin Viviane Reding habe erklärt, dass keine Generallösung, sondern eine "gezielte Harmonisierung" des Rechts geplant sei, bei der in bestimmten Bereichen weiterhin nationale Regelungen möglich wären. "Wir haben es in Deutschland mit einem spezifischen Problem zu tun, für das so schnell wie möglich eine spezifische Lösung gefunden werden muss. Verbraucher dürfen im Internet nicht länger mafiösen Banden ausgesetzt sein", fordert Billen. In Frankreich gebe es bereits eine Bestätigungslösung für Onlineverträge, Kostenfallen seien dort deshalb kein Thema mehr.

Durch untergeschobene Abos bei vermeintlich kostenlosen Hausaufgabenhilfen, Kochrezeptplattformen und Softwaredownloads entstünde jährlich ein Schaden im mehrstelligen Millionenbereich für private Haushalte, rechnet Billen. Opfer der Abofallen würden mit einschüchternden Drohbriefen überzogen. Nicht wenige zahlten dann aus Angst nach haltlosen Forderungen. Obwohl die Verbraucherzentralen die Verfahren gegen unseriöse Onlineanbieter seit Jahren gewönnen, nehme Abzocke weiter zu. Betreiber der Kostenfallen machten mit geringem Aufwand schnell neue Plattformen auf.



Meistgelesen

Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. 7,99€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (nur für Prime-Mitglieder)

GMX Bescheisst... 29. Jul 2010

Vorsicht bei GMX und ihrem kostenlosen "Probeabo". Ohne zu bestätigen (den Vorgang sogar...

M_Kessel 26. Mär 2010

Dan versuch mal bei der GEZ, dem Eintreiber der staatlichen Rundfunkgebühren, digital zu...

Wasisbrowser 24. Mär 2010

Wenn eine ehemalige Bundesjustiministerin nicht weiß, was ein Browser ist, wie soll sie...

lendmic 23. Mär 2010

Man sollte sich lieber mal um die abzocker der ÖR kümmern! Neuerdings bedanken die sich...


Folgen Sie uns
       


Volocopter auf der Cebit 2018 angesehen

Im autonomen Volocopter haben zwei Personen mit zusammen höchstens 160 Kilogramm Platz - wir haben uns auf der Cebit 2018 trotzdem reingesetzt.

Volocopter auf der Cebit 2018 angesehen Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /