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Neue Nuklearreaktoren mit Hilfe von Bill Gates?

Toshiba in Verhandlungen mit Terrapower. Toshiba verhandelt mit Terrapower über eine Kooperation. Das unter anderem von Bill Gates finanzierte Unternehmen arbeitet an kleinen Nuklearreaktoren, die tief in der Erde für lange Zeit Strom liefern sollen.
/ Jens Ihlenfeld
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Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge(öffnet im neuen Fenster) will Toshiba zusammen mit dem US-Unternehmen Terrapower eine neue Generation von Nuklearreaktoren entwickeln. Toshiba-Sprecher Keisuke Ohmori bestätigt die Gespräche unter anderem dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Noch aber seien die Gespräche in einem frühen Stadium und es gebe keine Entscheidungen über mögliche Investitionen oder Entwicklungen.

Terrapower – Eine neue Generation von Nuklearreaktoren
Terrapower – Eine neue Generation von Nuklearreaktoren (01:20)

Finanziert wird Terrapower von Intellectual Ventures, woran Microsoft-Gründer Bill Gates beteiligt ist . Das Unternehmen sucht laut Selbstdarstellung nach innovativen Wegen, um Energiebedarf zu decken. Dabei steht derzeit eine neue Generation von Nuklearreaktoren im Vordergrund, die deutlich effizienter mit den knappen Uranvorkommen umgehen soll. So soll eine neue Technik entstehen, die emissionsfrei, sicher und nachhaltig ist.

Statt angereicherten Urans, wie es in aktuellen Nuklearreaktoren verwendet wird, sollen die Reaktoren von Terrapower primär mit einem bei der Anreicherung anfallenden Nebenprodukt laufen. Angereichertes Uran wird nur zum Start der Kettenreaktion benötigt. Terrapower spricht von einem etwa 60 cm langen Zylinder, der ohne erneute Befüllung mit angereichertem Uran rund 60 Jahre Strom liefern soll.


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