Internet über Rundfunkfrequenzen stört im Test TV und Mikros

Landesanstalt für Kommunikation wertet Feldversuch aus

Ein Testlauf für die Nutzung von Rundfunkfrequenzen für schnelles Internet hat Befürchtungen bestätigt, dass es dabei Störungen bei TV-Kabelnetzen und Funkmikrofonen geben kann. Doch die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg hält die Probleme für lösbar.

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Ostalbkreis
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Ein Feldversuch in Baden-Württemberg zur Nutzung von früheren Rundfunkfrequenzen für schnelles Internet hat bestätigt, dass damit Fernsehen und Mikrofone gestört werden. Das gab die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg bekannt. Der Funkversuch in Baldern habe ergeben, dass es zu Störungen beim Empfang von Antennenfernsehen (DVB-T) und Kabelfernsehen (DVB-C) sowie bei drahtlosen Mikrofonen kommen kann, wenn drahtlose Breitbandmodems betrieben werden. Beim Betrieb des Modems in benachbarten Räumen konnten Bildstörungen am TV-Gerät festgestellt werden, hieß es weiter.

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100 Haushalte in den Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim in Baden-Württemberg hatten seit Juni 2009 Funkmodems von Vodafone getestet.

"Bei einer Zusammenarbeit aller Beteiligten können jedoch Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, um das Risiko von Störungen zu reduzieren", erklärte die Landesanstalt. Maßnahmen zur Eindämmung von Störungen böten die Größen der UMTS-Signalstärke, die Verwendung von Dachantennen für DVB-T und der räumliche Abstand von Fernsehempfänger, Antenne und Mobilfunkterminal sowie der Austausch von Teilen der Empfangsanlage. Mögliche Störungen für die Empfangswege DVB-C und DVB-T wurden im Test nicht untersucht.

Eine sorgfältige Planung von Drahtlos-Mikrofon-Anlagen für entsprechende Konzerte und die Rundfunkberichterstattung würde eine Koexistenz mit UMTS-Funkinternet-Systemen ermöglichen. Die Landesanstalt empfiehlt, weitere Untersuchungen durchzuführen, um einen Katalog konkreter Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

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Über 100 Menschen in Bopfingen (Baldern, Kerkingen, Itzlingen) und der Nachbargemeinde Unterschneidheim (Zöbingen, Walxheim) beteiligen sich seit fast einem Jahr an dem Versuch. Der Nutzertest ergab eine hohe Zufriedenheit mit dem neuen Internetzugang. Waren zuvor mehr als Dreiviertel der Bürger mit ihrer Internetversorgung unzufrieden, so lag die Zufriedenheit nach der Installation der neuen schnellen Internetverbindungen bei über 90 Prozent.

Der Funkfrequenzbereich, der durch die Digitalisierung der Rundfunkübertragung frei geworden ist, wird als digitale Dividende bezeichnet. Diese 800-MHz-Frequenzen werden von der Bundesnetzagentur im April 2010 versteigert. Die anderen Frequenzen bei der Auktion stammen zum größten Teil aus der UMTS-Versteigerung im Jahr 2000. Zwei Unternehmen hatten sie erworben, die Netze aber nicht aufgebaut und mussten die Lizenzen deshalb zurückgeben. Im Wesentlichen wird mit den Frequenzen der Mobilfunk der 4. Generation mit LTE (Long Term Evolution) in Deutschland realisiert.

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Karsten Bauckhage 27. Apr 2010

Für den DVB-T Empfang störende Frequenzen (LTE) können durch Sperrfilter wirkungsvoll...

andre276 25. Apr 2010

BTW-. damit werden fast ALLE drahtlosen Funkmikrofone im deutschen Raum zu...

Fetti-Fettsack 25. Mär 2010

Hast Du Deine Pillen noch nicht genommen??? ;-)

WinnieW 24. Mär 2010

Es würde bereits eine neue Antenne reichen, welche den Frequenzbereich oberhalb 800 MHz...

Der Kaiser! 24. Mär 2010

Was hast denn du für einen Tarif? o.O



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