Google China abgeschaltet
Konzern sucht offene Konfrontation mit der Regierung
Google hat seine Ankündigung wahr gemacht und liefert ab sofort keine manipulierten Suchmaschinenergebnisse mehr auf Google.cn aus. Die Regierung Chinas hatte Konsequenzen für diesen Fall angekündigt.
Google hat alle Zensurmaßnahmen seiner chinesischen Ausgaben von Google Search, Google News und Google Images eingestellt. Nutzer von Google.cn werden auf Google.com.hk und damit auf Server in Hongkong umgeleitet, wo ihnen unzensierte Suchergebnisse präsentiert werden. Durch die gewachsene Zahl der Zugriffe könne es zu Verzögerungen bei den Responsezeiten der Server in Hongkong kommen, gab das Unternehmen bekannt.
"Wir hoffen sehr, dass die chinesische Regierung unsere Entscheidung respektiert, obwohl wir genau wissen, dass sie jederzeit den Zugang zu unseren Dienstleistungen sperren kann", schreibt Googles Justiziar David Drummond im Blog des Unternehmens. Google wolle weiterhin die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und auch die Vertriebspräsenz im Land erhalten. Die Entscheidung sei vom Management in den USA gefällt worden und falle nicht in den Verantwortungsbereich chinesischer Google-Mitarbeiter, betonte Drummond.
Li Yizhong, der chinesische Minister für Industrie und Informationstechnologie, hatte Google vor Konsequenzen gewarnt, falls sich das US-Unternehmen nicht mehr an die Zensurbestimmungen des Landes halte.
Google hatte im Januar 2010 erklärt, Opfer hochentwickelter Angriffe auf seine Infrastruktur in China geworden zu sein, deren Ursprung in China lag. Ziel seien Google-Mail-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten und Quellcode der Suchtechnologie gewesen. Der Internetkonzern hatte daraufhin eine Prüfung der Schließung seiner chinesischen Suchmaschine angekündigt. Die Zensurauflagen der Regierung bei seiner Internetsuche wollte die Konzernführung nicht länger befolgen. Seit 2007 liefert Googles Suche geschickt manipulierte Trefferlisten aus, die unerwünschte Informationen und Ansichten im Internet durch Regierungspropaganda ersetzen oder ausblenden.
Über 600 Mitarbeiter könnten von der Schließung von Google China betroffen sein. Der Konzern hält 35 Prozent Anteil am Suchmaschinenmarkt des Landes. Google erzielte laut Angaben der Unternehmensberatung Analysys International im Jahr 2009 in China einen Umsatz von 2,27 Milliarden Yuan (245 Millionen Euro).
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Nöö, das habe ich auch: http://helenafrithpowell.com/wp-content/uploads/2007/02/23-2-7...
ja, technisch ist das richtig, aber man könnte auch sagen google zieht nur um. das wäre...
Abgesehen davon, dass mich RTL wenig und Formel Eins gar nicht interessiert, geht es mir...