Zum Hauptinhalt Zur Navigation

US-Army überarbeitet Grundausbildung - wegen Computerspielen

Rekruten müssen laut US-Medien das Kämpfen wieder lernen. Nach Auffassung einiger Pädagogen lernen Computerspieler durch sogenannte Killerspiele das Töten. Die US-Army sieht das anders: Laut einem Medienbericht überarbeitet sie die Grundausbildung, weil angehende Soldaten mit dem Kämpfen deutlich mehr Probleme haben als früher.
/ Peter Steinlechner
296 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bild: US-Army
Bild: US-Army

Die Armee der USA überarbeitet zum ersten Mal seit 30 Jahren ihre Grundausbildung für Soldaten, berichten US-amerikanische Medien. Grund sei, so etwa das National Public Radio(öffnet im neuen Fenster) in einem Beitrag, dass die Rekruten zwar "weit fortgeschritten bei der Verwendung von Technik sind, aber nicht so fortgeschritten in körperlicher Hinsicht oder bei der Fähigkeit zu kämpfen" . Grund hierfür sei, dass die jungen Soldaten Kämpfe nur noch aus Computerspielen kennen, was für das echte Leben nicht ausreiche.

Die Entwicklung des Spiels America's Army wird vom amerikanischen Staat gefördert.
Die Entwicklung des Spiels America's Army wird vom amerikanischen Staat gefördert. (01:06)

Für echte Kriege sei die junge Generation zu weich und auch zu undiszipliniert. Die neue, überarbeitete Grundausbildung müsse nun mehr Wert auf teils verloren gegangene Fähigkeiten wie treten, schlagen und festhalten legen, aber auch den Umgang mit Waffen aller Art lehren. Dafür sei der Soldatennachwuchs klüger als frühere Generationen und stelle deutlich mehr Fragen.

Die Aussagen der US-Army stehen im Gegensatz zu auch in Deutschland verbreiteten Thesen einiger Jugendschützer. So steht im 2009 veröffentlichten Kölner Aufruf , dass durch Computerspiele "systematisches und exzessives Töten mit Waffen vom Maschinengewehr bis zur Kettensäge" eingeübt würde und "Killerspiele ... aktives Kriegstraining" seien.


Relevante Themen