Ping.fm - komfortabel veröffentlichen in sozialen Netzwerken

Die klassische Verknüpfung von Facebook zu Twitter und umgekehrt funktioniert, den meisten Nutzern mag das ausreichen. Was aber, wenn Anwender weitere Netzwerke ansteuern möchten?
Es gibt zwar viele Teillösungen, die aber nicht alle Plattformen abdecken. Ping.fm(öffnet im neuen Fenster) macht es einfach, Businesskontakte über LinkedIn(öffnet im neuen Fenster) zu erreichen, Freunde bei Facebook zu informieren und die Netzgemeinde bei Twitter, Identi.ca(öffnet im neuen Fenster) und Friendfeed(öffnet im neuen Fenster) mit Nachrichten zu versorgen. Zu Ping.fm gibt es nur wenige Alternativen. Eine davon bietet Yoono(öffnet im neuen Fenster) , unterstützt aber wesentlich weniger Netzwerke.

Bei Ping.fm kann der Nutzer unter rund 100 verschiedenen Web- und Desktopapplikationen zur Eingabe wählen. Das reicht vom Browser-Addon über mobile Lösungen bis hin zur E-Mail, SMS und MMS. Auch einige Instant Messenger und das iGoogle-Gadget können zum Erstellen der Nachricht genutzt werden. Wer Live-Videos direkt posten möchte, kann das mittels Skype(öffnet im neuen Fenster) oder Seesmic(öffnet im neuen Fenster) tun.
Auf der anderen Seite steht eine große Anzahl von Plattformen zur Verfügung, auf denen die Nachricht veröffentlicht werden kann. Nicht nur die großen Netzwerke wie Twitter, Facebook, Myspace(öffnet im neuen Fenster) , LinkedIn, Identi.ca, Friendfeed(öffnet im neuen Fenster) , Flickr(öffnet im neuen Fenster) und Yahoo(öffnet im neuen Fenster) , sondern auch Blogplattformen wie Blogger, Wordpress(öffnet im neuen Fenster) , Tumblr(öffnet im neuen Fenster) und Posterous(öffnet im neuen Fenster) können angesteuert werden. Derzeit stehen über 40 Netzwerke auf der Liste von Ping.fm.
Nach einer einfachen Anmeldung bei Ping.fm kann der Nutzer festlegen, in welche Netzwerke er seine Nachrichten posten möchte. Dazu muss er die Logins der einzelnen Plattformen hinterlegen. Anschließend kann der Anwender verschiedene Gruppen einrichten, über die er steuern kann, wohin seine Nachricht jeweils gehen soll. So kann eine Gruppe zum Beispiel alle Plattformen gleichzeitig erreichen, eine andere nur die Micro-Blogging-Plattformen. Natürlich kann auch nur eine einzige Plattform gezielt angepingt werden.
Leider gibt es keine Garantie, dass die Weiterleitung der Nachrichten in alle anvisierten Netzwerke hundertprozentig funktioniert. Das liegt nicht unbedingt am Tool selbst, da es auf die Verlässlichkeit der anderen Plattformen setzt. Tumblr zum Beispiel reagierte im Test mehrfach nicht. Das kann zumindest von mobilen Geräten aus repariert werden, indem die Verbindung zu Ping.fm getrennt und wieder neu aufgerufen wird.
Was Ping.fm noch kann
Pingen per E-Mail
Beim Verbreiten einer Nachricht via E-Mail sollte der Nutzer vorsichtshalber auf Umlaute verzichten – sie werden nicht immer richtig übertragen. In E-Mails kann der Text entweder in der Betreffzeile oder im Body stehen. Vorsicht ist beim Versenden von Bildern per E-Mail geboten – hier funktionierte Ping.fm im Test nicht einwandfrei.
Pingen vom iPhone mit der Applikation Pingle
Um Fotos zuverlässig zu posten, bedarf es derzeit noch Applikationen Dritter. Vom iPhone aus etwa funktioniert das mit der kostenpflichtigen Applikation Pingle sehr gut. Die Synchronisation mit den bei Ping.fm hinterlegten Einstellungen macht es möglich, auch unterwegs gezielt einzelne Gruppen oder nur eine Plattform anzusteuern. Die History kann auch mobil eingesehen werden. Pingle ist für 1,59 Euro in Apples App Store erhältlich(öffnet im neuen Fenster) .













Auch wenn Ping.fm keine hundertprozentige Trefferquote hat, kommt ihm ein wichtiger Stellenwert zu, um bei der Vielzahl der Plattformen den Überblick zu behalten. Über die History lässt sich genau nachvollziehen, welche Nachricht an welches Netzwerk weitergegeben wurde.
Ping.fm, das sich seit Januar 2010 im Besitz von Seesmic(öffnet im neuen Fenster) befindet, ist eine Metaanwendung, die der Kleinstaaterei der Plattformen etwas entgegensetzt. Dass jede Plattform ihre eigene Applikation an den Mann bringen will, ist verständlich, aber bei der Vielzahl der Netzwerke nicht mehr zeitgemäß. Der Nutzer sollte die Freiheit haben, über eine Applikation selbst zu entscheiden, von wo und wohin er seine Nachrichten verteilt.
Auf dem deutschen Markt funktioniert das nur deswegen nicht, weil sich Netzwerke wie Xing(öffnet im neuen Fenster) , WKW(öffnet im neuen Fenster) und auch die VZ-Gruppe abschotten. Sie lassen zwar Updates der Statusmeldung zu, doch bei Xing muss dafür ein kostenpflichtiger Pro-Account angelegt werden. Auch WKW und die VZ(öffnet im neuen Fenster) -Gruppe öffnen sich nur zögerlich gegenüber Drittanbietern.
Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen – auch für andere Betriebssysteme – im Forum.