Handynutzung auf Europas Küstenmeeren wird einfacher

Interferenzprobleme sollen der Vergangenheit angehören

Auf Europas Küstenmeeren sollen Mobilfunkverbindungen leichter möglich werden. Die EU hat die Bestimmungen für den Betrieb von Pikozellen-Basisstationen an Bord von Schiffen vereinfacht.

Artikel veröffentlicht am ,
Handynutzung auf Europas Küstenmeeren wird einfacher

Die EU-Kommission vereinfacht das mobile Telefonieren in europäischen Küstenmeeren. EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte: "Dank der neuen Vorschriften, die die Kommission gerade erlassen hat, werden mehrere Millionen Menschen, die auf Schiffen in europäischen Territorialgewässern reisen oder arbeiten, ihr Mobiltelefon ohne Interferenzprobleme benutzen können." Bordeigene Anlagen als grenzübergreifende maritime Mobilfunkanbindung sollen künftig leichter angeboten werden können, wofür die EU die Rechtssituation vereinfacht hat.

Pikozellen-Basisstationen an Bord von Schiffen können das Handy von Seereisenden und Besatzungen per Satellit mit dem landgestützten Netz verbinden. Der EU-Beschluss soll nun gewährleisten, dass die Funkfrequenzen im 900- und 1.800-MHz-Band unter harmonisierten technischen Voraussetzungen und Betriebsbedingungen zur Verfügung stehen. Die neuen EU-Regeln ersetzen 27 unterschiedliche nationale Rechtsvorschriften. Damit soll auch erreicht werden, dass bordeigene Mobilfunksysteme keine funktechnischen Störungen verursachen und Handynutzer an der Küste sich nicht unbeabsichtigt in bordeigene Systeme einbuchen.

Gleichzeitig ergeht eine Empfehlung an die EU-Staaten, in den nächsten zwölf Monaten ihre Genehmigungsverfahren für die Betreiber der Bordsysteme zu vereinfachen. Die Zulassung in einem Land soll künftig reichen, um die Anlagen in den europäischen Küstenmeeren betreiben zu dürfen. Auch die Echtzeitüberwachung transportierter Container mit durchgehender maritimer Mobilfunkanbindung werde damit möglich.

Mobilfunkservices an Bord von Schiffen (MCV-Dienste) stehen bislang in Europa nur sehr begrenzt zur Verfügung, meist nur in internationalen Gewässern. Die Kosten sind wegen der notwendigen Satellitenverbindung höher und die Kapazitäten für Datendienste geringer. Im April 2008 erließ die EU-Kommission bereits eine Reihe harmonisierter Vorschriften für den Betrieb von Mobilfunkdiensten an Bord von Flugzeugen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Zbox Pico PI430AJ
Flotter Mini-PC mit Solid-State-Kühlung

Die fast lautlosen Kühler von Frore Systems funktionieren gut. Mehr Leistung auf so kleinem Raum ist kaum möglich. Eine ARM-CPU wäre aber spannend.
Ein Test von Martin Böckmann

Zbox Pico PI430AJ: Flotter Mini-PC mit Solid-State-Kühlung
Artikel
  1. Kernfusion: US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen
    Kernfusion
    US-Fusionslabor erreicht konsistent Zündungen

    Vor einem Jahr gelang der US-Forschungseinrichtung NIF ein wichtiger Fortschritt bei der Kernfusion. Der wurde inzwischen mehrfach wiederholt.

  2. Zu einfach: Sony patentiert dynamisch angepasste Schwierigkeitsgrade
    Zu einfach
    Sony patentiert dynamisch angepasste Schwierigkeitsgrade

    Geschwindigkeit, Spawn-Rate und mehr: Sony hat eine besonders komplexe Anpassung von Schwierigkeitsgraden patentiert.

  3. Energiewende: Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf
    Energiewende
    Deutsche Stromnetze im Dornröschenschlaf

    IT ist der Game Changer der Energiewende - nur nicht in Deutschland.
    Eine Analyse von Gerd Mischler

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /