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IMHO: Geld verdienen mit Ubuntu

Die Ubuntu-Community kann dem Unternehmen zu Profit verhelfen

Mark Shuttleworth wollte von Anfang an, dass sein Unternehmen Canonical irgendwann Geld verdient. Anvisiert war Rentabilität innerhalb von zehn Jahren. Fast sechs davon sind verstrichen - und Canonical schreibt immer noch rote Zahlen. Nun soll die Community helfen.

Artikel veröffentlicht am ,
IMHO: Geld verdienen mit Ubuntu

Ubuntus Strategie, um auch im Servergeschäft Fuß zu fassen, ist bislang ins Leere gelaufen und die neue Canonical-Chefin Jane Silber hat in einem Interview betont, dass sich die Firma im Servergeschäft nicht mit Red Hat oder Novell messen will. Canonical will sein Geschäft vielmehr mit seinem populären Desktopbetriebssystem machen.

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Das überaus erfolgreiche Konzept, eine weitläufige Community um Ubuntu zu scharen, wurde möglich, weil Canonical einen äußerst benutzerfreundlichen Linux-Desktop entwickelt hat. Die Community bejubelte das einsteigerfreundliche Linux mit dem exotischen Namen regelrecht. Die Ubuntu-Gemeinschaft wuchs schnell, Foren wurden gegründet, Wikis mit umfangreichen und professionellen Hilfestellungen zu allen möglichen Themen rund um Ubuntu und Linux befüllt. Damit dürfte Ubuntu auch den ein oder anderen Linux-Neuling überzeugt haben.

Teile der Open-Source-Gemeinschaft hingegen beäugten Canonicals pragmatischen Ansatz, auch Hardwarehersteller mit proprietären Treibern ins Boot zu holen, unverhohlen mit Skepsis. Seitens der Hardwarehersteller stieß Canonicals Angebot, sich an der Treiberentwicklung kostenlos zu beteiligen, oft ebenfalls auf taube Ohren. Und die Zusammenarbeit mit dem Debian-Projekt, die Basis für Ubuntu, gestaltete sich schwierig. Zwar flossen immer wieder Verbesserungen und Softwarepatches in das Debian-Projekt zurück. Ein Versuch von Canonical, die Erscheinungstermine der beiden Projekte abzustimmen, scheiterte aber.

Frischer Wind durch neue Gesichter

Nach dem Rückzug von Marc Shuttleworth hat Canonical nun neben Jane Silber als Chief Executive Officer auch Matt Asay als Chief Operations Officer eingestellt, den ehemaligen Vizepräsidenten für Business Development bei Alfresco. Er soll sich um das OEM-Geschäft kümmern, also die neue LTS-Version 10.04 als Desktop bei Hardwareherstellern etablieren. Ubuntus Einsatz für das Meego-Projekt und die Zusammenarbeit mit Intel zeigen, dass solche Gemeinschaftsunternehmungen für beide Seiten erfolgreich sein können.

Unter der Ägide von Silber soll jetzt auch der Anwender seinen Teil zu Canonicals Rentabilität beisteuern. Die von Silber propagierten Cloud-Dienste stehen - teilweise kostenpflichtig - auch Privatanwendern zur Verfügung. Die Firma schafft gleichzeitig eine Infrastruktur, um über den Verkauf von Software und Musik zu Geld zu kommen. Das Software Center bringt schon die entsprechenden Informationen zur dort angebotenen Software mit, etwa die Lizenzierung und den Preis. Das Plugin für den neu gegründeten Ubuntu One Music Store wird in Lucid Lynx enthalten sein.

Die Community ist Ubuntus wertvollstes Gut

Wie sehr Canonical um seine Community bemüht ist, zeigt die schon fast rührende Entschuldigung des Unternehmens, in seinem Music-Store nur mit dem proprietären Dateiformat MP3 codierte Lieder anzubieten. Man wolle sich darum kümmern, einen Anbieter zu finden, der Musikstücke auch im freien OGG-Format anbiete.

Mit dieser Mischung aus App Store und Cloud-Diensten will Canonical also auch den einzelnen Anwender zur Kasse bitten, bislang alles ohne Zwang. Für die Open-Source-Gemeinschaft dürfte ein quelloffener Software-Store attraktiv sein und die bislang konsequente Umsetzung des Open-Source-Gedankens, die Canonical als Unternehmen verfolgt, auch den einen oder anderen Skeptiker überzeugen, seine Daten der Netzwolke der Ubuntu-Macher anzuvertrauen.

Solange das Unternehmen hinter Ubuntu zu seiner Philosophie steht, die Basis seines Linux-Desktops immer mit quelloffener Software zu entwickeln und immer frei zur Verfügung zu stellen, sollte die Community nichts dagegen haben, dass Canonical versucht, sich als profitables Unternehmen zu etablieren. Der Ubuntu-Desktop ist eine finanzielle Unterstützung Wert.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)



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Der Kaiser! 05. Apr 2011

http://www.omgubuntu.co.uk/2010/09/omg-5-five-ways-to-make-wine-apps-feel-native-in-ubuntu/

Der Kaiser! 04. Apr 2011

Das bezweifel ich..

Satan 27. Jan 2011

Richtig. Ich mache auch nicht so übelst viel, muss ich zugeben, aber wenn mich irgendwo...

zilti 20. Mär 2010

http://www.mandriva.com


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