Angle-Projekt soll WebGL unter Windows beschleunigen
WebGL setzt auf OpenGL ES 2.0 auf, so dass auf Systemen, die OpenGL unterstützen, auch WebGL-Inhalte im Browser von der Grafikkarte beschleunigt werden können. Unter Linux und Mac OS X ist das einfach, denn hier ist OpenGL die primäre 3D-Schnittstelle.
Unter Windows sieht das anders aus: Hier kommt vor allem DirectX zum Einsatz, so dass Nutzer ohne OpenGL-Treiber bei WebGL bislang ohne Hardwarebeschleunigung leben müssen. Die 3D-Berechnungen werden in der CPU vorgenommen.

Mit dem Angle-Projekt(öffnet im neuen Fenster) will Google dieses Dilemma beseitigen: Angle setzt die von WebGL genutzte Untermenge von OpenGL ES 2.0 in API-Aufrufe für DirectX 9.0c um. Da DirectX 9.0c von allen halbwegs aktuellen Windows-Systemen in Hardware beschleunigt werden kann, kann WebGL darüber auf fast allen Windows-Systemen harwarebeschleunigt ausgeführt werden, ohne dass OpenGL-Treiber installiert werden müssen.
Damit auch andere Browserhersteller die Technik nutzen können, stellt Google die Software unter der BSD-Lizenz zur Verfügung. Allerdings handelt es sich dabei derzeit noch um "Work-in-Progress im frühen Stadium".
Da Angle einen großen Teil des OpenGL-ES-2.0-API abdeckt, könnte die Software auch für Entwickler mobiler Anwendungen und Embedded-Applikationen nützlich sein, meint Google. Angle könnte es einfacher machen, solche Applikationen unter Windows zu entwickeln und gegebenenfalls auch an Windows-Nutzer zu verteilen.
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