Ex-Autohändler legt Autos ferngesteuert lahm

Entlassener Angestellter missbraucht System zur Disziplinierung von Schuldnern

Autos, die nicht mehr starten oder mitten in der Nacht loshupen - ein entlassener Angestellter eines texanischen Autohauses hat rund 100 Autobesitzer auf Trab gehalten. Er war in das Nutzerkonto eines ehemaligen Kollegen eingedrungen und hatte die Autos ferngesteuert lahmgelegt.

Artikel veröffentlicht am ,

Aus Frust über seinen Rauswurf soll ein ehemaliger Angestellter eines Autohauses über 100 Autos lahmgelegt haben. Betroffen waren über 100 Autos, die das Texas Auto Center in Austin im US-Bundesstaat Texas verkauft hatte. Sie konnten nicht mehr starten oder ihre Hupen wurden plötzlich aktiviert, berichtet das US-Technikmagazin Wired.

Erinnerung an Ratenzahlung

Das Texas Auto Center stattet seine Autos mit einem elektronischen System aus, das es ihm erlaubt, ein Auto zu sperren, wenn der Kunde seine Raten nicht bezahlt. Dazu wird ein kleines Kästchen unter dem Armaturenbrett installiert, das per Funk über ein Pagernetz angesprochen wird.

Zweck des umstrittenen Systems ist es, säumige Zahler zu disziplinieren. Das System kann die Hupe aktivieren, um den Autobesitzer daran zu erinnern, dass eine Rate überfällig ist. Kommt er seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, kann der Händler über das System die Zündung lahmlegen, so dass das Auto nicht mehr gestartet werden kann.

Bedienung über das Web

Bedient wird das System, das der US-Hersteller Pay Technologies geliefert hat, über eine Webschnittstelle. Der im vergangenen Monat Entlassene hatte sich Zugang dazu verschafft und die Besitzer genarrt, indem er ihre Auto lahmlegte oder sie mitten in der Nacht loshupen ließ. Außerdem brachte er die Kundendatenbank des Autohändlers durcheinander, indem er Kundennamen änderte.

"Wir haben das zunächst als mechanischen Fehler abgetan", erzählt Martin Garcia vom Texas Auto Center. Doch dann hätte das Unternehmen Anrufe von gut 100 Kunden erhielten, die sich über Probleme mit ihrem Auto beschwerten. Einige konnten das nächtliche Dauerhupen nur dadurch beenden, dass sie die Batterie aus dem Auto ausbauten.

Neue Passwörter

Der Spuk endete, als das Texas Auto Center nach einigen Tagen die Passwörter für das System änderte. Zwar war das Konto des 20-jährigen ehemaligen Angestellten nach der Entlassung gelöscht worden. Doch er soll sich Zugang zum Konto eines seiner ehemaligen Kollegen verschafft haben.

Über die Verkehrsdaten von Pay Technologies kam die Polizei dem Mann schließlich auf die Spur. Er sieht jetzt einer Anklage wegen Eindringens in fremde Computer entgegen.

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Hassashin 21. Mär 2010

Wo warst du eigentlich, als Gott das Hirn verteilte?

flasherle 19. Mär 2010

Es gibt auch bikes mit Bremskraftverstärker...

IceRa 19. Mär 2010

Es geht nicht darum, andere übers Ohr zu hauen. Scheinbar hast Du keine Ahnung von den...

ME_Fire 19. Mär 2010

Ich glaub auch nicht dass sie die Batterie komplett ausgebaut haben denn als erstes...



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