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Ubuntu 10.04 LTS Beta 1 erschienen

Vorabversion bietet Vorschau auf wichtige Neuerungen. Mit dem neuen Theme Light, einem Plugin für das künftige Onlinemusikangebot von Canonical, und einem angepassten Kernel soll Ubuntu 10.04 LTS alias Lucid Lynx Ende April erscheinen. Canonical hat jetzt eine Vorabversion veröffentlicht, die alle wesentlichen Änderungen mitbringt.
/ Jörg Thoma
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Optisch auffällig präsentiert sich die erste Beta von Ubuntu 10.04 LTS (Long Term Support). Das völlig neu entworfene Theme Light fließt konsequent in alle Bereiche der Linux-Distribution ein, vom Bootmanager der Live-CD über den Startscreen bis hin zum Desktop. Selbst in den Fensterrahmen wurden die Buttons zum Vergrößern und Verkleinern der Fenster auf die linke Seite der Titelleiste platziert.

Vorschau auf Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx
Vorschau auf Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx (01:35)

Die Entwickler haben zum schnelleren und glatteren Systemstart das Paket Plymouth aus dem Fedora-Projekt übernommen. Zusammen mit den Kernel Mode Settings, über die der Kernel selbst die Bildschirmauflösung festsetzt, liefert der neue Bootsplashmanager ein ruckelfreies Hochfahren. Allerdings macht Plymouth noch Probleme und verzögerte den Veröffentlichngstermin der Beta 1 um einen Tag. Eine vollständige Implementierung von Upstart sorgt für einen auffällig schnellen Systemstart nach der Installation auf der Festplatte.

Canonical hat zugunsten der Bildverwaltung F-Spot auf die Bildbearbeitung Gimp verzichtet. Für die Videobearbeitung ist ab sofort das neu hinzugekommene Pitivi zuständig. Ansonsten liegen der Live-CD wie bisher etliche Programme bei, die der Anwender auf einem Desktop-PC benötigen könnte, vom Browser Firefox bis hin zur Bürosuite Openoffice.org.

Zusätzliche Software kann mit dem nochmals überarbeiteten Software-Center aus den üppig ausgestatteten Repositories im Internet nachgerüstet werden. In der Programmverwaltung ist die Software übersichtlich nach Kategorien sortiert und bietet zusätzlich eine detaillierte Beschreibung zu einzelnen Anwendungen samt Lizenz und Preis. Auf die Paketverwaltung Synaptic hat Canonical dennoch nicht verzichtet.

Rhythmbox, das unter Ubuntu standardmäßig für die Musikwiedergabe zuständig ist, wurde um ein Plugin erweitert, das eine Schnittstelle zu dem neuen Onlinemusikshop von Canonical bietet. Der Ubuntu One Music Store soll eine breite Auswahl an populärer Musik bieten, die weltweit zur Verfügung steht. Hinter dem Angebot steht das Unternehmen 7digital(öffnet im neuen Fenster) . Die Musik soll im MP3-Format mit 256 KBit/s angeboten werden, ohne jegliche Kopierschutzeinschränkungen.

In Ubuntu 10.04 LTS wurde der Kernel 2.6.32 eingepflegt, der parallel zum dreijährigen Support für die Desktopvariante von Lucid Lynx ebenfalls für mindestens zwei Jahre von den Kernel-Entwicklern betreut werden soll. Zusätzlich haben die Entwickler bei Canonical noch weitere Patches eingebaut, etwa den erst mit Kernel-Version 2.6.33 ausgelieferten Nouveau-Treiber für Grafikkarten mit Nvidia-Chipsätzen.

Die gegenwärtige Betaversion ist zwar noch nicht für den Produktiveinsatz geeignet, steht aber auf den Webseiten des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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