Sanyo richtet Fahrradleihstationen mit Solaranlagen ein

Leih-Elektrofahrräder in Tokio werden mit Solarstrom geladen

Bahnfahrer in einem Tokioter Bezirk können ab sofort von Sanyo gestellte Leih-Elektroräder nutzen, um ihr Ziel zu erreichen. Die Fahrräder stehen an Stationen, an denen ihre Akkus mit Solarstrom geladen werden.

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Sanyo richtet Fahrradleihstationen mit Solaranlagen ein

Sanyo hat in der japanischen Hauptstadt Tokio zwei Leihstationen für Elektrofahrräder eröffnet. An den Stationen werden die Akkus der Fahrräder mit Solarstrom geladen. Die Stationen befinden sich an zwei Bahnstationen im Bezirk Setagaya. Bahnpassagiere können die Fahrräder ausleihen, um damit an ihr Ziel zu gelangen.

  • Fahrradleihstation mit Solaranlage in Tokio (Foto: Sanyo)
  • Schrank mit Ladevorrichtungen für Fahrradakkus und dem Stromspeicher der Station (oben), Solaranlage auf dem Dach (Foto: Sanyo)
  • Funktionsschema der Stationen (Bild: Sanyo)
  • Sanyos Pedelecs Eneloop (Foto: Sanyo)
Fahrradleihstation mit Solaranlage in Tokio (Foto: Sanyo)
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Die Stationen sind unabhängig vom Stromnetz: Sie gewinnen Strom aus Solarzellen auf dem Dach des Unterstandes. Die Solaranlagen sind jeweils etwa 46 Quadratmeter groß und haben eine Leistung von je 210 Watt. Die Solarzellen stellt Sanyo selbst her.

Stromspeicher für Nächte und Regentage

Zum Laden werden die Akkus vom Fahrrad entfernt und in einen Schrank in Ladehalterungen gesteckt. Damit auch Strom nachts oder an Regentagen zur Verfügung steht, gehört zu der Fahrradstation ein Akku, der den in Sonnenstunden gewonnenen Strom speichert. Er speist zudem nachts die aus Leuchtdioden bestehende Beleuchtung und kann in Notfällen auch angezapft werden, um beispielsweise Gerätschaften der Feuerwehr mit Strom zu versorgen.

Im hügligen Japan sind Fahrräder mit Elektromotor, sogenannte Pedelecs (von Pedal Electric Cycle), beliebt. Für die Stationen in Setagaya hat Sanyo 100 Räder vom Typ Eneloop zur Verfügung gestellt - jeweils 40 für die beiden Stationen mit Solaranlage sowie 20 für eine dritte, die aber keine Ladeeinrichtung hat.

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Das Eneloop hatte Sanyo Anfang des Monats vorgestellt. Die Pedelecs haben einen Elektromotor in der Nabe des Vorderrades, der den Fahrer beim Treten unterstützt. Auf Bergabstrecken oder beim Bremsen wird er zum Dynamo und lädt den Akku wieder auf. Die Eneloop-Räder sollen im April in Japan für 157.290 Yen, umgerechnet 1.260 Euro, auf den Markt kommen.

In Berlin und Potsdam ist ein ähnliches Projekt mit Elektroautos und -fahrrädern geplant: An 20 Bahnhöfen sollen Ladestationen errichtet werden, an denen rund 40 Autos und 50 Fahrräder geliehen und geladen werden können. Auch hier soll der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Das Projekt Bemobility, an dem neben der Deutschen Bahn der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, mehrere Unternehmen und Energieversorger sowie die Technische Universität Berlin beteiligt sind, gehört zu den acht Modellregionen zur Elektromobilität, die das Verkehrsministerium 2009 ausgewählt hat.

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