Neuer E-Ink-Vizechef: E-Book-Reader werden farbig

Erste Produkte sollen im kommenden Winter erhältlich sein

Im vergangenen Jahr wurde E-Ink, der Hersteller von Displays vieler E-Book-Reader, vom taiwanischen Unternehmen Prime View gekauft. Der neue stellvertretende Chef von E-Ink spricht nun von farbigen E-Paper-Displays und erklärt, weshalb das iPad keine Konkurrenz für E-Book-Reader wird.

Artikel veröffentlicht am ,

E-Book-Reader bekommen in absehbarer Zeit farbige Bildschirme. Das sagte T. H. Peng, der neue Vizechef des Unternehmens E-Ink, in einem Interview mit dem US-Branchendienst Xconomy. Erste Produkte mit einem von E-Ink hergestellten Farbdisplay sollen im kommenden Winter 2010 erhältlich sein.

Finanzmittel aus der Konzernzentrale

E-Ink habe schon vor einiger Zeit Konzepte für eine farbige elektronische Tinte und weitere Verbesserungen entwickelt. Bisher hätten dem Unternehmen jedoch die Ressourcen gefehlt, um sie auch umzusetzen. "Jetzt sind wir Teil eines weltweiten Unternehmens, das über genug finanzielle Mittel verfügt, um uns bei einer Reihe von Projekten unter die Arme zu greifen." E-Ink wolle 2010 mehr als 100 neue Mitarbeiter einstellen, vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung.

Die ersten E-Book-Reader mit farbigen E-Ink-Bildschirmen sollen Ende dieses oder Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen. Zu den Kunden, die die farbigen E-Ink-Displays in E-Book-Reader einbauen wollen, gehört das chinesische Unternehmen Hanvon.

E-Paper oder LCD?

Von der Qualität her werden die farbigen E-Ink-Displays mindestens so gut sein wie die heutigen schwarz-weißen und besser als eine Zeitung, sagte Peng. An die Brillanz eines Hochglanzmagazins oder gar eines Flüssigkristallbildschirms (LCD) werden sie jedoch zumindest anfangs nicht ganz heranreichen.

Dennoch glaubt Peng nicht, dass sich E-Book-Reader oder Tablets mit LCD durchsetzen werden. Diese LCDs könnten zwar Videos abspielen und alle Farben darstellen. Zum Lesen eigneten sie sich jedoch nicht so gut, da sie mit ihrer Hintergrundbeleuchtung die Augen mehr anstrengten als ein E-Paper-Display, das ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt. Deshalb sieht er der Konkurrenz durch Apples iPad auch gelassen entgegen: "Das iPad wird ein gutes Produkt, aber wir glauben, dass es besser für Filme und Videos geeignet ist als zum Lesen digitaler Texte. Deshalb wird uns das iPad am Ende sogar nutzen."

E-Ink ist nicht der einzige Hersteller, der sich mit farbigem E-Paper beschäftigt: Die Philips-Ausgründung Liquavista hat auf der CES Anfang des Jahres ein farbiges elektronisches Papier vorgestellt, das auf einer Technik namens Elektrowetting beruht. Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat im vergangenen Jahr in seiner Heimat den E-Book-Reader Flepia mit einem Farbbildschirm auf den Markt gebracht.

Wichtigster E-Paper-Hersteller

E-Ink ist der wichtigste Hersteller der E-Paper-Displays, die in E-Book-Readern eingesetzt werden. Das Unternehmen, eine Ausgründung des Massachusetts Institute of Technology, wurde im Juni 2009 für rund 215 Millionen US-Dollar vom taiwanischen Unternehmen Prime View gekauft, das unter anderem Amazons E-Book-Reader Kindle herstellt. Neben Prime View profitiert eine Reihe weiterer Unternehmen von der ostasiatischen Insel vom E-Book-Boom, da viele Displays der Lesegeräte dort produziert werden.

Peng kommt aus der Unternehmensspitze von Prime View und ist kürzlich in die Leitung von E-Ink gewechselt, nachdem Russ Wilcox, einer der Gründer und bis zum Verkauf Chef, das Unternehmen verlassen hatte.

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Blair 17. Mär 2010

Warum? Ich glaube nicht dass man das so pauschal sagen kann. Man muss erstmal Dinge wie...

samy123 16. Mär 2010

vorbeiführt. Bei Büchern und Zeitungen wird es Bücher werden als gedruckte Exemplare...

Jeem 16. Mär 2010

Jepp, da gab's beim 505 viele Beschwerden...

E-Reader 16. Mär 2010

Hand anlegen geht teilweise nur bei DRM-freien Texten, denke ich mal. Partiell ist...



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