AMD verstärkt Unterstützung für Spieleentwickler

Bereits seit 2009 unterstützt AMD die offene Physik-Engine "Digital Molecular Matter" (DMM), die inzwischen in Version 2 angekommen ist. Wie das Unternehmen nun bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , wird der Hersteller von DMM, Pixelux Entertainment(öffnet im neuen Fenster) , finanziell unterstützt, um eine kostenlose und lizenzfreie Version der Engine für Spieleentwickler anzubieten. Dazu wurden der Engine auch Funktionen der Software von Bullet Physics(öffnet im neuen Fenster) verliehen, die unter anderem Partikelsysteme und Stoffsimulationen enthalten.
Die DMM2 und das Bullet-Paket arbeiten sowohl mit OpenCL, also auch unter Linux oder Mac OS, als auch mit Directcompute, das als Teil von DirectX-11 nur unter Windows 7 und Vista zur Verfügung steht. Sowohl die Engine selbst als auch die Bullet-Effekte sollen quelloffen gehalten werden.
Laut einem Bericht von Semiaccurate(öffnet im neuen Fenster) von der GDC sollen im Rahmen dieser Initiative aber keine direkten Zahlungen an Entwickler geleistet werden. AMD will lediglich die Entwickler der Engines unterstützen, damit sie die Pakete dann Spieleschmieden zur Verfügung stellen.
Das soll auch für drei neue Logos gelten, die bald auf den Verpackungen von Spielen prangen könnten: "Eyefinity Multi-Display Validated" und "Eyefinity Multi-Display Ready" weisen auf Kompatibilität mit AMDs Technik für bis zu sechs Monitore an einer Grafikkarte hin.

Was hinter dem dritten Logo steckt, das den Schriftzug "Gaming Evolved" trägt, ist aus AMDs bisherigen Aussagen noch nicht klar abzuleiten. Das Unternehmen hatte sich bisher stets geweigert, ein Entwicklerprogramm wie Nvidias "The way it's meant to be played" aufzulegen. Zwar betonte AMDs Chef der Entwicklerunterstützung, Richard Huddy, erst Ende Januar im Interview mit Golem.de , die Investitionen seines Unternehmens lägen auf demselben Niveau wie die der Konkurrenz. Richtig sichtbar wurde das für den Spieler aber bisher nicht.


Nachdem AMD nun aber seit über einem halben Jahr als einziger Anbieter DirectX-11-Karten liefern kann – und nach eigenen Angaben schon weit davor Entwickler mit Mustern versehen hat -, dürfte sich die Situation allmählich ändern. Laut Aussagen von AMD werden bis Mitte 2010 rund 30 Spiele erscheinen, die auf AMD-Hardware entwickelt und getestet wurden.



