Abo
  • Services:

Reuters: Erst der Dienst, dann der Tweet

Nachrichtenagentur erlässt Richtlinien für den Umgang mit dem Web 2.0

Die Nachrichtenagentur Reuters hat Richtlinien im Umgang mit dem Internet und mit Web-2.0-Angeboten für ihre Mitarbeiter herausgegeben. Neben den üblichen journalistischen Grundregeln gehört dazu auch das Gebot, bei allen Aktivitäten in sozialen Netzen professionell zu bleiben.

Artikel veröffentlicht am ,

"Wir sind allen Formen des energischen Journalismus verpflichtet, dazu gehört auch die computergestützte Berichterstattung. Aber wir ziehen eine Grenze bei unrechtmäßigem Verhalten", eröffnet die Nachrichtenagentur Reuters das Kapitel über Internet und soziale Netze im Handbuch für seine Journalisten. Online gelten die gleichen "Prinzipien des einwandfreien Journalismus" wie offline, so das Credo der traditionsreichen Agentur.

Sonderfall Web 2.0

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach
  2. Henry Schein Services GmbH, Langen

Auf die neuen Mitmachangebote geht das Handbuch gesondert ein. Dabei gibt es keine Berührungsängste, es ergeht kein Aufruf, die Finger davon zu lassen. Im Gegenteil: "Wir möchten Sie ermutigen, die Herangehensweise der sozialen Medien auch in Ihrer journalistischen Arbeit zu nutzen", werden die Mitarbeiter aufgefordert. Allerdings nicht ohne eine Warnung vor den Risiken, vor allem vor denen, "die unseren hart erarbeiteten Ruf der Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit" bedrohen.

So sei online die Grenze zwischen beruflich und privat weitgehend verschwunden. Entsprechend gebe es keinen Unterschied mehr zwischen beruflichen und privaten Aktivitäten im Netz, egal wie sehr sich die Journalisten bemühten, das zu trennen. Wer auf Plattformen wie Facebook aktiv sei oder ein eigenes Blog führe, müsse das im Kopf behalten.

Konsequenzen bedenken

Wer also einen Kommentar auf einem Blog oder in einem sozialen Netz hinterlasse, dürfe dabei professionelle Regeln nicht außer Acht lassen. Im schlimmsten Fall könnte es nämlich passieren, dass Konkurrenten diesen Eintrag aufgreifen und veröffentlichen. "Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihr Kommentar auf der Titelseite einer führenden Zeitung, einer Website oder eines Blogs als Reuters-Kommentar zu einem bestimmten Thema erscheinen würde?"

Professionalität sei auch für diejenigen wichtig, die ein eigenes berufliches Profil bei Facebook oder einem vergleichbaren Angebot einrichten. Das Profil soll stets gepflegt und aktuell gehalten werden - und die Betreffenden mögen zunächst mit dem Ressortleiter klären, ob dafür Zeit zur Verfügung steht. Wichtig sei außerdem, darauf zu achten, wen sie als Freund bestätigen - es bestehe die Gefahr, Quellen offenzulegen.

Korrektur-Tweet

Schließlich geht das Handbuch auf den Mikroblogging-Dienst Twitter ein. Hier gilt: Wer als Reuters-Journalist twittern will, braucht die Erlaubnis seines Vorgesetzten. Wird getwittert, muss das Angebot klar als von Reuters kommend gekennzeichnet sein. Mit allen Konsequenzen: Sollte versehentlich einmal etwas Falsches getwittert werden, wird das selbstverständlich korrigiert.

An der Stelle gibt es auch noch ein großes "Don't": "Don't scoop the wire." Keine Nachricht, schon gar keine wichtige, darf getwittert werden, bevor sie über die Agentur an die zahlenden Abnehmer verbreitet wurde.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 30,99€
  3. 69,95€

Kostenlos... 15. Mär 2010

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung :)

Erst der Dienst 12. Mär 2010

Planen ist eigentlich vorausschauendes Handeln. Manager planen, steuern, kontrollieren...


Folgen Sie uns
       


Hitman 2 - Fazit

Wer ist Agent 47 - und warum ist er so ein perfekter Auftragskiller? Einer Antwort kommen Spieler auch in Hitman 2 unter Umständen nicht näher, dafür erleben sie mit dem Glatzkopf aber spannend und komplexe Abenteuer in schön gestalteten, sehr aufwendigen Einsätzen.

Hitman 2 - Fazit Video aufrufen
E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Remote Code Execution: Die löchrige Webseite des TÜV Süd
Remote Code Execution
Die löchrige Webseite des TÜV Süd

Der TÜV Süd vergibt Siegel für sichere Webseiten - und tut sich gleichzeitig enorm schwer damit, seine eigene Webseite abzusichern. Jetzt fand sich dort sogar eine Remote-Code-Execution-Lücke, die der TÜV erst im zweiten Anlauf behoben hat.
Ein Bericht von Hanno Böck

  1. Websicherheit Onlineshops mit nutzlosem TÜV-Siegel

    •  /