Nvidias GTX 480 soll kurz vor der Auslieferung stehen

Nachdem Nvidias erste DirectX-11-Grafikkarten nun schon über ein halbes Jahr Verspätung seit dem Marktstart von AMDs Radeon 5000 haben, hat sich das Unternehmen für eine Hackfleischtaktik entschieden. Wie Nvidia im November 2009 erklärte , wird es über Kanäle wie Twitter, Facebook und Blogs wöchentlich Informationskrümelchen geben. Diese Strategie ging auf der Cebit 2010 schief – ob mit Absicht oder nicht, wird ein Geheimnis der PR-Strategen bleiben.



Es ist auch nicht etwa so, dass ein übereifriger Mitarbeiter des Grafikkartenherstellers Inno3D dieses Facebook-Album(öffnet im neuen Fenster) erstellt hat. Vielmehr wies das Unternehmen Journalisten mit einer E-Mail direkt auf den Link hin. In drei gering aufgelösten Bildern gibt es dort Darstellungen der Einzelhandelsverpackung einer GTX 480 zu sehen. Auch Kartons zu je zehn Karten wurden abgelichtet, in dieser Konfektionierung werden Grafikkarten üblicherweise an Distributoren verschickt. Auf einem weiteren Bild gibt es ganze Paletten dieser Kartons zu sehen. Die Karte selbst ist aber nicht zu sehen, so dass unklar bleibt, was in den Schachteln steckt.
Offenbar soll also der Eindruck vermittelt werden, die Serienproduktion der GTX 480 sei in vollem Gange – das muss sie auch sein, wenn Nvidia die selbst gesetzten Termine halten will. Wie das Unternehmen auf der Cebit bestätigte , sollen die Grafikkarten ab dem 29. März 2010 von Hardwareversendern verschickt werden. Für die in China und Taiwan hergestellten Karten heißt das, dass sie seit Mitte März fertiggestellt sein müssen.
Ein technisches Detail hat Inno3D in seinen Bildern auch noch versteckt. Der Aufkleber auf der Vorderseite der Retail-Verpackung gibt 1,5 GByte Speicher für die Karten an. Diese Speicherausstattung hatte Nvidia noch nicht bestätigt, entsprechende Gerüchte gab es aber schon auf der Cebit.



