Abo
  • Services:

Optische Chips - SOFI soll Karlsruher Konzept umsetzen

Siliziumchips für optische Datenübertragungen mit 100 GBit/s

Das europäische Forschungsprojekt SOFI (Silicon-Organic hybrid Fabrication platform for Integrated circuits) will die Anbindung optischer Technologien an herkömmliche Siliziumchips verbessern und so Datenübertragungen mit 100 GBit/s ermöglichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Optische Chips - SOFI soll Karlsruher Konzept umsetzen

Koordiniert wird das von sieben Partnern betriebene Projekt SOFI von Wissenschaftlern des KIT (Karlsruher Institut für Technologie). Die EU fördert es mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Die Wissenschaftler arbeiten dabei an Lichtwellenleitern und elektrooptischen Modulatoren, die sich durch die Verwendung von Silizium preiswert in Masse fertigen lassen. Dank der bei Siliziumwellenleitern möglichen Miniaturisierung soll bei der sonst notwendigen Verstärkung von elektrischen Signalen Energie gespart werden.

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Class.Ing-Ingenieurpartnerschaft für Mediendatenmanagement Scherenschlich & Rukavina, Salzkotten/Oberntudorf

Das vom Institut für Photonik und Quantenelektronik (IPQ) des KIT erarbeitete Design soll eine Signalverarbeitungsgeschwindigkeit von 100 GBit/s bei einem Energieaufwand von 5 Femtojoule pro Bit erlauben.

"Um Daten auf ein Lichtsignal zu packen, könnte man einfach eine Laserdiode an- und ausschalten, was aber nicht die schnellste Möglichkeit darstellt", erklärt Dietmar Korn, ein Mitarbeiter von Professor Leuthold. "Um schneller zu sein, modulieren wir die Phase des Lichts." Denn, fließt Licht durch bestimmte Kristalle und wird ein elektrisches Feld angelegt, so ändert sich der Brechungsindex des Materials, so dass sich die Geschwindigkeit des Lichts manipulieren und damit seine Phase modulieren lässt.

  • Siliziumchips für optische Datenübertragungen mit 100 GBit/s
Siliziumchips für optische Datenübertragungen mit 100 GBit/s

Die Forscher nutzen dabei ein mit teurem Lithiumniobat funktionierendes Prinzip, um es "auf das kostengünstige Silizium" zu übertragen, erläutert Leuthold. Da Silizium über einen hohen Brechungsindex verfüge, lassen sich Wellenleiter in feineren Strukturen herstellen, das Bauelement ist deutlich kleiner.

Werden nun Elektronen sehr nahe an den Wellenleiter herangebracht, so lassen sie sich mit sehr geringer Spannung steuern und es ist keine Verstärkung des Signals mehr notwendig. Mit einem einzigen Modulator aus Silizium wollen die Forscher so eine Bandbreite von 100 Gigahertz erreichen. Um die Übertragungsrate weiter zu steigern, werden mehrere der Modulatoren gleichzeitig verschaltet.

SOFI soll nun beweisen, dass das Konzept funktioniert: Für die Chips sind spezielle Wafer aus Silizium mit einer Oxidschicht erforderlich und es müssen verschiedene organische Materialien auf ihre Tauglichkeit hin untersucht werden.

Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts übernimmt das belgische Institut IMEC die Strukturierung der Chips. Rainbow Photonics, Cudos und GigOptix-Helix sollen erfolgversprechende Materialien beisteuern und die italienische Gruppe Selex Sistemi Integrati vertritt die Anwenderseite. Das griechische Forschungslabor AIT macht sich Gedanken über die Einsatzfelder.



Meistgelesen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 20€ Steam-Guthaben geschenkt bekommen
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de

mmj 12. Mär 2010

Das ist die Energie, die du zur Modulation brauchst. Für eine Netzwerkkarte&#8221...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter: Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter
Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt

Das Europaparlament entscheidet am Donnerstag über das Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch Gegner und Befürworter streiten bis zuletzt, worüber eigentlich abgestimmt wird. Golem.de analysiert die Vorschläge.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrecht Europaparlament bremst Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  2. Urheberrecht Freies Netz für freie Bürger
  3. Leistungsschutzrecht Verleger attackieren Bär und Jarzombek scharf

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /