GPA 3.0: Intel-Tool für Spieleoptimierung mit DirectX 10.1
Analyse von Shadern und CPU-Zeiten mit Chipsatzgrafik
Zur Game Developers Conference hat Intel die Version 3.0 seines "Graphics Performance Analyzers" (GPA) vorgestellt. Das Entwicklungswerkzeug beherrscht den Umgang mit neuen Grafikkernen wie Intels "HD Graphics" und kann den Start von Spielen untersuchen.
Die erste Version des GPA hatte Intel bereits auf der GDC 2009 vorgestellt. Das Programm soll Spieleentwicklern dabei helfen, ihre Anwendungen besser auf Intels integrierte Grafikkerne anzupassen. Das ist jetzt wichtiger denn je, da mit den neuen Dual-Cores der Serien Core i7/5/3 die Grafik in das Gehäuse des Prozessors integriert ist und sich PC-Hersteller so gesteckte Grafik noch leichter sparen können. Der neue Kern "HD Graphics" ist aber selbst 70-Euro-Grafikkarten deutlich unterlegen und beherrscht zudem kein DirectX-11.
Folglich ist auch GPA 3.0 auf DirectX 10.1 beschränkt, DirectX-11 und OpenGL sind in Planung. Das Tool eignet sich bisher auch nur für die detaillierte Untersuchung von Intel-Grafik, weil es einen eigenen Grafiktreiber benötigt. Die Abhängigkeiten von Grafik und CPU sowie die Auslastung der Prozessorkerne durch Threads sollen sich aber auch mit Grafiklösungen anderer Hersteller untersuchen lassen. Direkt unterstützt werden aber nur die Grafikkerne GMA X4500, die im Desktopchipsatz G45 (Eaglelake) und dem Notebookpendant GM45 (Cantiga) stecken sowie HD Graphics.
Die neue Version bietet nun Funktionen, um das Laufzeitverhalten von Shadern direkt zu beobachten. Abhängigkeiten von Shadern und CPU-Threads sollen sich so erkennen lassen, wenn eine bestimmte Spielszene langsamer als erwartet abläuft. Liegt das an den Threads der Prozessoren, bietet GPA 3.0 auch dafür Unterstützung. 64-Bit-Code lässt sich nun ebenfalls untersuchen.
Neu ist auch eine Funktion, die den Start von Anwendungen untersucht, was bei älteren Intel-Grafiklösungen oft ein Problem war: Manche Spiele beendeten sich ohne Fehlermeldung gleich nach einem Klick auf das Icon wieder, weil beispielsweise der Grafiktreiber nicht richtig initialisiert wurde. GPA 3.0 zeichnet die DirectX-Aufrufe und auch die gestarteten Threads auf, was nicht nur für Spiele hilfreich sein kann.
Die neue Version des Entwicklertools kann von Mitgliedern des kostenlosen Programms Visual Adrenaline zum Ausprobieren ohne Einschränkungen heruntergeladen werden. Eine Einzelplatzversion für den kommerziellen Einsatz kostet 299 US-Dollar.
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Golem hat selbst drüber berichtet! https://www.golem.de/0812/63896.html
...die haben's leider wirklich nötig, daß sich Spielehersteller ein die Zeit nehmen, zum...
kt!