Google scannt alte italienische Bücher

Digitalisierung von einer Million Bücher aus italienischen Nationalbibliotheken

Google wird Teile der Bestände der Nationalbibliotheken von Rom und Florenz scannen. Das hat das Unternehmen mit der italienischen Regierung vereinbart. Von der Übereinkunft könnte auch die Europeana profitieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Google und das italienische Kulturministerium haben vereinbart, dass das Internetunternehmen Teile der Bestände der Nationalbibliotheken in Rom und Florenz digitalisiert. Das berichtet das Wall Street Journal. Gut eine Million alte Bücher, darunter Werke von Galileo Galilei und Dante Alighieri, wird Google scannen.

Fehlende Mittel

Italien besitzt zwar viele alte Kulturgüter, dem Land fehlt jedoch das Geld zu deren Pflege. Durch die Digitalisierung würden viele alte Bücher bewahrt, zitiert die BBC Mario Resca. Der Mitarbeiter des Kulturministeriums erinnerte an die große Überschwemmung in Florenz im Jahr 1966, bei der tausende Bücher aus der Bibliothek beschädigt worden waren.

Google misst der Vereinbarung besondere Bedeutung bei. Zwar scannt das Unternehmen schon Bücher im Auftrag von Bibliotheken oder Universitäten. Es ist aber das erste Mal, dass es eine entsprechende Vereinbarung mit einer Regierung abschließt. So hofft Google, den Vorwürfen, das Internet zu anglisieren, entgegenzutreten. Frankreich etwa hat im Dezember 2009 ein eigenes großes Digitalisierungsprojekt angestoßen, um nicht, wie Präsident Nicolas Sarkozy warnte, das kulturelle Erbe des Landes durch "ein einzelnes, großes Unternehmen" monopolisieren zu lassen.

Verschiedene Plattformen

Google wird die digitalisierten Bücher in sein Angebot Google Books aufnehmen. Die Bibliotheken dürfen sie jedoch auch über andere Plattformen zugänglich machen, etwa die Europeana. Im Februar erst hatten die Abgeordneten des Europaparlaments die Mitgliedsstaaten aufgefordert, ihre nationalen Kulturgüter zügiger zu digitalisieren und über die europäische digitale Bibliothek zugänglich zu machen.

Probleme mit dem Urheberrecht sind bei dem italienischen Projekt nicht zu befürchten: Alle Bücher, die Google scannen wird, sind vor 1870 veröffentlicht worden.

Googles Verhältnis zu Italien ist nicht ungetrübt: Kürzlich hat ein italienisches Gericht vier Mitarbeiter des Unternehmens wegen Verstoßes gegen den Datenschutz verurteilt. Sie waren im Zusammenhang mit einem auf Google Video veröffentlichten Video angeklagt worden, an dessen Herstellung oder Verbreitung sie nicht beteiligt waren.

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der, der unnnu... 11. Mär 2010

Nix aber.... Eine Auswahl wird immer und überall getroffen. Selbst der Bäcker um die...

redwolf_ 11. Mär 2010

Ne Freundin von mir sagte: "Jetzt blitzen die schon aus Autos heraus" ^^

cartman 11. Mär 2010

google mal nach krakipedia ^^

machivavelli 11. Mär 2010

von Google-Übersetzungsdienst übersetzen lassen;-)



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