Axel Springer: Wachstum nur online und mit Bild-Zeitung

Der Medienkonzern Axel Springer hat im vergangenen Jahr einen Rückgang beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von über 30 Prozent auf 333,7 Millionen Euro verzeichnet. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei 152,6 Millionen Euro, ein Rückgang um 40 Prozent. Der Umsatz sank um 4,3 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro. 2010 soll das EBITDA um rund zehn Prozent zulegen. Der Umsatz werde stagnieren oder leicht ansteigen.
Die digitalen Medien zeigten ein kräftiges Umsatzwachstum. "Jeden fünften Euro haben wir im Internet umgesetzt" , sagte Konzernchef Mathias Döpfner bei der Bilanzpressekonferenz in Berlin. "Unsere digitalen Medien haben mit kräftigem Wachstum und einer Ergebnisverdopplung maßgeblich zum Geschäftserfolg beigetragen." Damit konnten die Belastungen bei den Printmedien teilweise ausgeglichen werden. Springer komme laut Döpfner mit einer auf Reichweite zielenden Internetstrategie sehr gut voran und setze bei Bezahlinhalten "konsequent auf Offensive" .
Bei den Werbeerlösen bauten die digitalen Medien mit einem Zuwachs um 24,1 Prozent ihren Anteil an den gesamten Werbeerlösen des Konzerns auf 29,6 Prozent aus. Axel Springer profitierte zudem von seinem Boulevardblatt Bild, dessen Werbeerlöse nach den Angaben nahezu auf Vorjahresniveau lagen.
Die Immobilienbörse Immonet, die Preis- und Produktsuchmaschine Idealo sowie der Onlinemarketing-Dienstleister Zanox steigerten ihren Umsatz am stärksten. Insgesamt legte der Umsatz des Onlinesegments bei Springer um 24,4 Prozent auf 470,4 Millionen Euro zu, nach 378,2 Millionen Euro im Vorjahr. Die Onlinesparte erreichte einen Anstieg des EBITDA von 20,9 Millionen Euro auf 43,2 Millionen Euro.



