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Ex-Sun-Chef Jonathan Schwartz packt aus

Wie Apple und Microsoft einst Sun drohten

Jonathan Schwartz meldet sich nach seinem Abschied als Sun-CEO mit einem neuen Blog zurück, das den bezeichnenden Namen "What I Couldn't Say ... " hat. In einem seiner ersten Einträge beschreibt er, wie Steve Jobs, Bill Gates und Steve Ballmer einst Sun drohten.

Artikel veröffentlicht am ,
Jonathan Schwarz [Quelle: James Duncan Davidson/O'Reilly Media, Inc.; CC BY 2.0]
Jonathan Schwarz [Quelle: James Duncan Davidson/O'Reilly Media, Inc.; CC BY 2.0]

"Ich fühle mit Google - Steve Jobs hat auch mir gedroht, mich zu verklagen", beginnt Schwartz seinen Blogeintrag Good Artists Copy, Great Artists Steal. Er beschreibt darin, wie einst Apple und Microsoft versuchten, Sun zu Lizenzzahlungen zu zwingen.

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Nach der Vorstellung des Linux-Desktop-Projekts erhielt Schwartz einen Anruf von Apple-Chef Steve Jobs, der ihn darauf hinwies, dass die grafischen Effekte des Desktops Apples geistiges Eigentum verletzten. Würde Sun die Software kommerzialisieren, "werde ich dich verklagen", soll Jobs gedroht haben.

"Steve, ich habe gerade deine letzte Präsentation gesehen und Keynote sieht aus wie Concurrence - gehören auch diese Rechte euch?", hat Schwartz nach eigener Schilderung geantwortet. Concurrence war eine Präsentationssoftware von Lighthouse Design für NeXTSTEP, die der Apple-Chef lange für seine Präsentationen genutzt habe. An der Gründung von Lighthouse Design war Schwartz beteiligt, 1996 übernahm Sun das Unternehmen. Aus dem auf Unix basierenden NeXTSTEP wurde nach der Übernahme von NeXT durch Apple später die Basis dessen, was heute Mac OS X ist.

Darüber hinaus wies Schwartz den Apple-Chef darauf hin, dass Sun über diverse Unix-Patente verfüge. Danach habe er in der Angelegenheit von Apple nicht mehr gehört. Allerdings wurde das Projekt Looking Glass später eingestellt, was aber in keinem Zusammenhang mit den Drohungen von Jobs gestanden habe, betont Schwartz.

Microsoft drohte wegen Openoffice.org

Microsoft habe sich hingegen an Suns freier Office-Suite Openoffice.org gestört. Bei einem Treffen zwischen Bill Gates und Steve Ballmer auf Seiten von Microsoft und dem damaligen Sun-CEO Scott MacNealy, Suns Technikchef Greg Papadopoulos und Schwartz habe Gates angeführt, Openoffice.org verletze Patente von Microsoft und entsprechende Lizenzzahlungen gefordert.

"Microsoft ist kein Fremder, wenn es darum geht, erfolgreiche Produkte zu imitieren und dann seine Vertriebsmacht zu nutzen, um jede wettbewerbliche Bedrohung zu eliminieren - von Tablet-Computern bis hin zu Suchmaschinen, ihre Inspiration ist oft offensichtlich", schreibt Schwartz. So habe bei der Entwicklung von .Net offensichtlich Suns Java Pate gestanden und genau das habe er auch in dem Gespräch mit Gates und Ballmer erwidert und gefragt, ob Microsoft plane, für jede Kopie von Windows Lizenzgebühren an Sun zu zahlen.

Gates habe erklärt, im Softwaregeschäft gehe es darum, variable Umsatzquellen zu erschließen, um die Fixkosten der Entwicklung zu bezahlen, weshalb entsprechende Lizenzzahlungen nicht in ihr Modell passen. "Anders gesagt, es war ein kurzes Treffen", so Schwartz.

Apples Klage gegen HTC und damit indirekt auch gegen Google hält Schwartz für einen Fehler. Solches Vorgehen sorge nur für mehr Interesse an den Produkten des Beklagten. Das gelte auch für die Klage von Nokia gegen Apple, die den Absatz von Apples iPhone nicht verringert, sondern eher beschleunigt habe. Er sei gespannt, wer als Erster gegen Apples iPad wegen Rechteverletzungen klage und verweist dabei auf den Tablet-Pionier Go, womit als Kläger AT&T infrage komme.

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Dresther 12. Mär 2010

Dein Denken kommt ganz klar über das Binäre nicht hinaus. Du solltest vermutlich mal den...

Martin7 11. Mär 2010

Ganz einfach: weil es Kunden gibt die StarOffice deshalb vorziehen weil sie glauben es...

MKSKORP 11. Mär 2010

Ne auch download ist schon strafbar. Zum Glück bin ich Student und hab Win7, auch in...

Autor 11. Mär 2010

Ein Unternehmen ist keine gemeinnützige Organisation. Wenn SUN ein Personenunternehmen...

chrome os 11. Mär 2010

Es wäre sogar Marktwirtschaftlich. Weil man sich nach einem passenden Schlüssel an der...


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