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Intel: Gefälschte Core i7 nur in den USA

Chiphersteller geht von kleinen Mengen aus. Nachdem in der vergangenen Woche bei US-Versendern gefälschte Prozessoren der Serie Core i7 aufgetaucht waren, gibt Intel Deutschland nun weitgehend Entwarnung. In Europa ist dem Chiphersteller kein Fall bekannt; in den USA sollen die Fakes nur bei einem Händler gefunden worden sein.
/ Nico Ernst
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Eine besonders dreiste Fälschung traf kürzlich mindestens einen Kunden des renommierten Hardwareversenders Newegg in den USA: Statt eines Core i7 920 als "Processor in a Box" (PiB) bekam der Besteller ein funktionsloses Metallplättchen, das nur entfernt an eine CPU erinnerte, sowie einen Plastikblock statt des Kühlers. Newegg tauschte die Fälschung zwar anstandslos um, geklärt ist die Affäre damit aber noch nicht. Wie Newegg inzwischen schriftlich erklärte(öffnet im neuen Fenster) , wurden die Fälschungen an mehrere Kunden verschickt. Sie sollen inzwischen kontaktiert worden sein.

Laut einem Bericht von HardOCP(öffnet im neuen Fenster) sollen bei dem Versender 300 Exemplare der Fakes vorrätig gewesen sein, wie viele davon insgesamt im Umlauf sind, ist nicht bekannt. Prozessorfälschungen traten in der Vergangenheit immer wieder schubweise und massenhaft auf, sie wurden von den Produktpiraten oft über mehrere Distributoren verteilt.

Intel Deutschland erklärte gegenüber Golem.de, die Recherchen des Unternehmens in den US-Handelskanälen hätten ergeben, dass bisher nur diese eine Lieferung eines einzelnen Großhändlers bekannt ist. Dem Unternehmen zufolge ist zwar nicht ganz auszuschließen, dass es weitere Chargen dieser Fakes gibt, die Wahrscheinlichkeit schätzt Intel aber als gering ein.

In Europa sind die aktuellen Fälschungen bisher nicht aufgetaucht. Im Zweifel sollten Kunden im Geschäft einen Blick in die Schachtel werfen. Von außen sind die Fakes nur an Tippfehlern auf der Rückseite der Verpackung und einem Hologramm-Imitat zu erkennen. Erhält ein Anwender per Versandhandel eine solche Fälschung, ist zuerst der Versender sein Ansprechpartner, weil es sich nicht um einen Prozessor handelt, und schon gar nicht um ein Produkt mit den im Angebot zugesicherten Eigenschaften.


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