Cisco verkündet Wimax-Ausstieg
Der Netzwerkausrüster Cisco wird sein Wimax-Geschäft einstellen. "Nach der letzten Überprüfung unserer Wimax-Aktivitäten haben wir die Entscheidung verkündet, das Design und den Bau neuer Wimax-Basisstationen und Modems einzustellen. Wir haben einen Supportplan für den Übergang bestehender Kundenbeziehungen aufgestellt", sagte Cisco-Sprecher Jim Brady der Computerworld(öffnet im neuen Fenster).
Im Oktober 2007 hatte Cisco den Wimax-Spezialisten Navini Networks für 330 Millionen US-Dollar gekauft. Navini sei ein Pionier für MIMO-Antennen (Multi-Input Multi-Output), hieß es zur Begründung. Der IP-Netzwerkausrüster Cisco wollte so Lösungen liefern, die jedes Gerät über jede Art von Netzwerk erreichen können. Cisco ist außerdem einer der Partner des weltgrößten Wimax-Projekts, das Clearwire in den USA aufbaut, liefert dort aber nur IP-Ausrüstung.
Sai Subramanian, Director für Produktmarketing bei Ciscos Wireless Business Group, ergänzte(öffnet im neuen Fenster), Cisco liefere bestehende Wimax-Produkte weiter aus und biete den bisherigen Kunden auch Dienstleistungen in dem Bereich an. Der Schwerpunkt bei Zugangstechnik werde aber künftig auf Femto und WLAN liegen.
Auch Alcatel-Lucent stellt Wimax-Engagement ein
Kurz zuvor hatte der angeschlagene Telekommunikationsausrüster Alcatel-Lucent erklärt(öffnet im neuen Fenster), sein Wimax-Engagement herunterzufahren. Patrick Plas, Chief Operating Officer für Wireless bei Alcatel-Lucent, sagte, das Unternehmen stecke keine großen Energien mehr in diese Technik. Laut Plas werden LTE-Handys im Jahr 2011 erwartet. Netzwerkbetreiber seien aber derzeit hauptsächlich an Datensticks interessiert.
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