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Drizzle lässt Oracle hinter sich

Entwickler des MySQL-Forks machen ohne Oracle weiter

Während einige Drizzle-Entwickler Oracle in den vergangenen Wochen in Richtung Rackspace verlassen haben, hat Projektleiter Brian Aker einen Ausblick auf die Zukunft des MySQL-Forks gegeben.

Artikel veröffentlicht am ,

Jay Pipes, Monty Taylor, Eric Day, Stewart Smith und Lee Bieber haben Oracle verlassen und wechseln zum US-Provider Rackspace. Alle Fünf arbeiteten zuvor bei MySQL an Drizzle und wollen das auch in Zukunft in Diensten von Rackspace tun. Der MySQL-Fork Drizzle ist auf reine Webanwendungen zugeschnitten, extrem modular aufgebaut und verzichtet auf viele Funktionen, die MySQL im Hinblick auf den Einsatz als Unternehmensdatenbank in den letzten Jahren erhalten hat. Stattdessen steht bei Drizzle die Verarbeitung sehr vieler paralleler Anfragen auf Multicore-Systemen im Vordergrund.

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Im August 2009 wurde Drizzle erstmals für den produktiven Einsatz freigegeben, im Januar folgte mit Bell ein weiterer Meilenstein. Vor wenigen Tagen gab Projektleiter Brian Aker, der Sun ebenfalls verlassen hat und mittlerweile selbstständig ist, einen Ausblick auf Cherry, den nächsten Meilenstein des Projekts.

Geplant ist unter anderem eine direkte LDAP-Unterstützung, um darüber auf Authentifizierungsinformationen zuzugreifen. Realisiert wird dies über das Pluginsystem von Drizzle, über das bereits die Authentifizierung per PAM und HTTP Auth angebunden wurde.

Zudem soll Drizzle künftig das MySQL-Protokoll unterstützen. Derzeit nutzt Drizzle ein eigenes Protokoll, künftig soll aber auch das MiniSQL-/MySQL-Protokoll mit Drizzle genutzt werden können. Auch dies soll als Plugin realisiert werden und Drizzle dann MySQL-Treiber nutzen können.

Das InnoDB-Plugin soll künftig durch einen InnoDB-Embedded-Server ersetzt werden. Auch die Replikation soll weiter verbessert werden und es gibt eine erste Version eines Query-Rewriting-Systems. Dies soll den Einsatz von Drizzle im Bereich Datenanalyse vereinfachen und gegebenenfalls auch Unterstützung für Views nach sich ziehen, auf die Drizzle im Vergleich zu MySQL bislang verzichtet. Waren Schemata bislang nur Verzeichnisse, werden sie künftig als Objekte behandelt, mit eigener Cache-Schicht.

Drizzles Cherry-Release soll im April zur O'Reilly MySQL User's Conference veröffentlicht werden.

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Dudette 09. Mär 2010

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