Abo
  • Services:

Thermopower-Wellen - neuer Ansatz zur Stromerzeugung

Hitzewellen in Kohlenstoffnanoröhren erzeugen Elektrizität

Forscher am MIT haben einen neuen Weg entdeckt, um Elektrizität zu erzeugen. Sie setzen dabei auf Thermowellen, die durch Kohlenstoffnanoröhren gejagt werden. Sie erzeugen in Bezug auf ihr Gewicht im Vergleich zu einem Lithium-Ionen-Akku ein Vielfaches an Elektrizität.

Artikel veröffentlicht am ,
Thermopower-Wellen - neuer Ansatz zur Stromerzeugung

Das von den Forschern um Wonjoon Choi und Michael Strano entdeckte Phänomen könnte ein neues Gebiet in der Energieforschung eröffnen, meint der MIT-Professor Strano. Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse am 7. März 2010 in der aktuellen Ausgabe des Magazins Nature Materials.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Wittlich
  2. Ohrner IT GmbH, Böblingen bei Stuttgart

Die Forscher haben die verwendeten Kohlenstoffnanoröhren mit einem hoch reaktiven Brennstoff beschichtet, der bei der Zersetzung Wärme erzeugt. Dieser Brennstoff wurde an einem Ende der Nanoröhre mit einem Laser beziehungsweise einem Funken entzündet, was zu einer Thermalwelle führte, die sich schnell entlang der Nanoröhre ausbreitete.

Die Welle setzte sich in der Kohlenstoffnanoröhre mehrere tausend Mal schneller fort als im eigentlichen Brennstoff. So breitete sich die Reaktion bei 3.000 Kelvin 10.000-mal schneller aus als bei dieser chemischen Reaktion üblich. Die dabei entstehende Hitze riss zudem Elektronen entlang der Röhre mit und erzeugte dadurch eine nennenswerte elektrische Ladung.

Nach einigen Anpassungen erzeugt das System nun in Bezug auf das eigene Gewicht etwa 100-mal mehr Elektrizität als ein Lithium-Ionen-Akku bei gleichem Gewicht. Dabei erzeugt das System mehr Strom als die Forscher zuvor berechnet hatten.

Noch sei es zu früh, um konkrete Aussagen über konkrete Anwendungsgebiete der neuen Technik zu machen, so Strano. Möglich aber sei, sehr kleine elektrische Geräte zu entwickeln, etwa mit der Größe eines Reiskorns. Diese könnten zur Behandlung oder Analyse direkt im menschlichen Körper eingesetzt werden. Denkbar seien auch Umweltsensoren, die wie Staub in der Luft verteilt werden.

Ein großer Vorteil des Ansatzes besteht darin, dass die Kohlenstoffnanoröhren ihre Energie unendlich behalten, während Akkus mit der Zeit an Ladung verlieren. Zudem sollen sich die so geladenen Kohlenstoffnanoröhren auch in größeren Mengen zusammenschließen lassen, um ausreichend Strom zum Betrieb großer Geräte zu liefern.

Noch ist das System recht ineffizient, da ein großer Teil der Energie in Form von Hitze und Licht abgegeben wird. Daher geht es den Forschern nun in erster Linie darum, die Effizienz der Technik zu verbessern.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Beyerdynamic DTX 910 Kopfhörer, NZXT H700i Gehäuse, HP Notebook)
  2. (u. a. Canon EOS 2000D + Objektiv 18-55 mm für 299€ statt 394€ im Vergleich)
  3. ab 119,99€
  4. 263,99€

ohhhyeah 07. Jun 2010

vergiss es, der war sauber pariert

xxxxxxxxxxxxxxx... 14. Mär 2010

...sinnvoller wäre der Vergleich mit einer Brennstoffzelle

Mac Jack 09. Mär 2010

Wenn Hawking Recht behält dann stimmt das, richtig :)

Mac Jack 09. Mär 2010

Das funktioniert nicht, glaub mir. Ein Sprengstoff explodiert auch ohne Luft = freien...

Mac Jack 09. Mär 2010

Nur wenn man auf den Tankdeckel schießt (alte GTA-Weisheit) ;) Nein, Autos können...


Folgen Sie uns
       


Nvidia Geforce RTX 2080 und 2080 Ti - Test

Nvidia hat mit der RTX 2080 und 2080 Ti die derzeit leistungsstärksten Grafikkarten am Markt. Wir haben sie getestet.

Nvidia Geforce RTX 2080 und 2080 Ti - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  2. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor
  3. NAND und DRAM Samsung scheint künstlich Flash-Preise hoch zu halten

    •  /