Apples iPad könnte den Markt für Flashspeicher leer saugen

Der bevorstehende Marktstart von Apples iPad könnte zu einer Verknappung auf dem Markt für Flashspeicher führen. Das berichtet das taiwanische Branchenmagazin Digitimes(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Festplattenhersteller. Apple verbrauche bereits fast ein Drittel des gesamten NAND-Flash mit dem iPod und dem iPhone. Falls das iPad ein weiterer Verkaufshit wird, könnte sich der Bedarf des US-Konzerns weiter verstärken.
Das iPad wird mit 16, 32 und 64 GByte Flashspeicher erhältlich sein. Der IT-Analyst Peter Misek von Canaccord Adams erwartet, dass 2010 circa 1,2 Millionen iPads verkauft werden können. 2011 sollen es 3,5 Millionen sein. Die Marktforscher von Gartner haben berechnet , dass im Jahr 2010 circa 10,5 Millionen Tablet-Rechner aller Hersteller abgesetzt werden können.
Obwohl die Hersteller ihre Produktkapazitäten hochgefahren haben, steigen die NAND-Preise gegenwärtig weiter. Eine Verknappung durch das iPad könnte den Preisanstieg anheizen. Festplattenhersteller befürchteten deswegen, dass sich die Verschiebung hin zu Solid-State Drives (SSD) in Computern verzögern könne, so die Digitimes. NAND-Speicher sei noch zu teuer, was die Entwicklung der SSD hin zum Festplattenersatz hemmt.
Die NAND-Preise werden erst massiv fallen, wenn Bausteine mit 20 Nanometer Strukturbreite zur vorherrschenden Produktionsmethode der großen Hersteller werden. Dies wird aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 erwartet.